Das Remake des Kult-Horrors A Nightmare on Elm Street ist eine gute Gelegenheit für Leute wie mich, die sich den berühmten Freddy Krueger bisher weder im Original noch in anderen Filmen angesehen haben, sich völlig unvorbelastet mit der Kultfigur vertraut zu machen. Freddy wird hier erstmals von James Earle Haley (Shutter Island) verkörpert, den ich selbst in den Flashbacks (mit Kopfbehaarung!) niemals erkannt hätte.
Mich hat A Nightmare on Elm Street - eine Mischung aus Slasher-Horror und Thriller - angenehm überrascht, vor allem wegen des Bezugs zur Realität und des interessanten Casts. Die gut aufgebaute Liebesgeschichte ist besser gemacht, als man das von Horrorfilmen gemeinhin gewöhnt ist.. Eines noch vorweg: Am Ende des Films wird klar, dass es A Nightmare in Elm Street 2 geben wird (angekündigt für 2012).
Teenager Dean (cameo: Kellan Lutz, Twilight 1 - 4) aus der Elm Street wird von grausigen Albträumen geplagt, in denen der entstellte Freddy Krueger
In der romantischen Action-Komödie Kiss & Kill spielen gleich zwei Sympathieträger die Hauptrollen: Katherine Heigl (TV: Grey's Anatomy. Die nackte Wahrheit) und sexy Ashton Kutcher.
Nachdem wir Ashton Kutcher in dem wunderbaren Film Personal Effects (mit Michelle Pfeiffer) als Witwentröster und in Toy Boy (mit Anne Heche) als Gigolo gesehen haben, spielt er hier einen Killer.
Story:
Gerade als Jennifer Kornfeldt (Katherine Heigl) den Glauben an die Männer aufgegeben hat, trifft sie in Nizza auf Spencer Aimes (Ashton Kutcher). Es bleibt nicht bei einem Urlaubsflirt, sondern die beiden heiraten und leben glücklich in einer idyllischen amerikanischen Vorstadt. Weshalb erinnert mich das gleich an Mr. & Mrs. Smith? (Egal, vermutlich Wunschdenken)
Der Thriller Patricia Cornwell:Gefahr mit Andie MacDowell und Daniel Sunjata (TV: Law & Order, Rescue Me) in den Hauptrollen ist die erste von zwei Adaptionen der Win-Garano Reihe von Bestseller-Autorin Patricia Cornwell. Die beiden TV-Filme (Patricia Cornwell - Undercover kommt auch gleich) wurden für den frauenfreundlichen am. Sender Lifetime realisiert, der sich immer mehr mausert (ich sag' nur:Drop Dead Diva rules).
Die ehrgeizige Staatsanwältin Monique Lamont (Andie MacDowell, auch in Patricia Cornwell - Undercover), genannt Money, hat es auf den Posten des Governors abgesehen. Im Rahmen ihres Wahlkampfs eröffnet sie ein hochmodernes Kriminal-Labor und will mit der Aufklärung eines über 30 Jahre alten Mordes beweisen, was für eine sinnvolle Investition das Labor ist.
Mit dem Fall will sie ihre alte Flamme Win Garano, genannt Geronimo betrauen. Der ist nicht nur supersmart, sondern kleidet sich gut und sieht vor allem auch gut aus. Win lehnt den Fall ab, doch seine Oma (Diahann Carroll, TV: Grey's Anatomy) sieht Gefahr in den Tarotkarten und kann ihn überreden. Eine rassistische E-Mail trägt weiter dazu bei, Win Garano umzustimmen.
Ein Mann wie Win hat natürlich immer ein weibliches Gefolge, das auf Aufmerksamkeit wartet. In diesem Fall riskiert Detective Delma Sykes (Annabeth Gish), mit der er zusammen die Schulbank drückte, ihr Leben, um Win zu helfen. Eine der Laborratten will nur Sex von Win, dafür beschleunigt sie ihren Bericht. Mann hat's nicht leicht. (*Foto rechts: Annabeth Gish als Sykes kommt Win bei der Arbeit näher)
Während Win mit Sex-Appeal und Pistole bewaffnet seine Arbeit machen kann, muss die im Rampenlicht stehende Money Lamont immerzu strategisch vorgehen (wir kennen das ja aus Good Wife) und fünf Schritte im voraus planen - auch nachdem sie überfallen und von Win gerade noch gerettet wurde. Der cold case, den sie Win übertragen hat, führt in ein Geflecht, das bis in die Gegenwart reicht und reichlich verzwickt ist. Hat sie mit dem alten Fall in ein Wespennest gestochen, das sie fast das Leben kostete? (*Foto links: Money (Andie MacDowell) in Bedrängnis)
Gefahr schafft es, durch die parallel laufenden Handlungsstränge durchweg zu unterhalten. Wir verzeihen Cornwell (die auch als ausführende Produzentin fungierte) dabei auch, dass sie uns mit einem Subplot auf's Glatteis führt. Ein guter Thriller ist ein gutes Rätsel. Natürlich ist Patricia Cornwell: Gefahr ein Fernsehfilm mit einem entsprechend kleinen Budget, das man dem Film ab und zu (bei den Szenen um den Tathergang oder dem Ende) ansieht. Aber das tut der Story keinen Abbruch.
Andie MacDowell hat mit der superb geschriebenen Rolle der toughen Monique Lamont einen Volltreffer gelandet. Sie kann hier wunderbar zeigen, wie verquer die Erwartungen, die an Frauen in wichtigen Positionen gestellt werden, wirklich sind. Endlich wieder einmal eine Frau, die auch Eulenspiegel spielt (ihre Pressekonferenz nach dem Überfall ist einfach nur genial). Auch Diahann Carroll hat mit der Rolle als Wins esoterisch angehauchte Großmutter großes Glück gehabt. Sie mag zwar älter sein, aber hat sich den Schneid nicht abkaufen lassen und bleibt selbst in brenzligen Situationen cool. Dass Daniel Sunjata hier auch als Eye-Candy für die weiblichen Zuschauer da ist, das versteht sich von selbst. Die letzten Szenen sind zwar für meinen Geschmack etwas zu emotional geraten, aber kann man über einen Traummann, der einmal Gefühl zeigt, wirklich meckern? (*Foto rechts: Daniel Sunjata als Win Garano. Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung und (c) Universum)
Trailer für Patricia CornwellsGefahr und UndercoverFilme (deutsch)
Gefahr -- Genre: Thriller -- DVD-Veröffentlichung: 21.05.10 -- Länge: 90 Minuten -- FSK: ab 16 Jahren
Drehbuch: John Pielmeier, basierend auf dem Roman von Patricia Cornwell
Regie: Tom McLoughlin
Kaum hatten wir davon berichtet, dass wir uns schon auf das Wiedersehen mit Julia Roberts (Der Krieg des Charlie Wilson, Valentine's Day, Duplicity) in der Adaption des autobiographischen Romans Eat Pray Love von Elizabeth Gilbert freuen, da kommt zu den ersten Filmbildern (hier) auch schon der deutsche Trailer (unten). Immer flugs zur Stelle, die Jungs und Mädels von Sony. (So mögen wir das).
"Ich muss mich verändern. Seit ich 15 war, war ich entweder mit einem Typen zusammen oder hab' mich von einem getrennt." -- Elizabeth Gilbert (Julia Roberts)
Amen Sister. Willkommen im Club, kann ich da nur sagen. Zwar kann man sein Leben auch hierzulande völlig umkrempeln, aber vielleicht hat ja Frau Gilbert ihren "Indien-Trip" nicht während ihrer Sturm-und-Drang Jahre hinter sich gebracht (wie gewisse andere Clubmitglieder. *hüstel) und muss jetzt trotz Ausstiegs multitasken. Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt, wie ihre Erfahrungen aussehen.
Liz nimmt sich Italien, Indien und Bali vor... Essen, beten, lieben. Auf Bali verliebt sich Liz in Felipe (Javier Bardem). Ist das die große Liebe, die ihr das beschert, was ihr in der Ehe gefehlt hat?
Okay, Javier Bardem war 'mal für 5 Minuten der It-Boy und ich hätte ihn nicht als Love-Interest besetzt sondern eher als den zu verlassenden Ehemann, aber es soll noch ein paar Frauen (und etliche Männer;) geben, die ihn selbst jetzt noch anschwärmen. Geschmacksfrage.
Der Trailer verrät uns auch, dass Elizabeth Gilbert eine Fortsetzung zu Eat Pray Love geschrieben hat, die im August erscheint. Der Titel lässt tief blicken... Link zum Buch: Das Ja-Wort: Wie ich meinen Frieden mit der Ehe machte
0 Sony Pictures Releasing Gmb Eat Pray Love Trailer deutsch
Eat Pray Love-- Genre: Drama -- deutscher Kinostart: 23.09.10
Drehbuch: Jennifer Salt, Ryan Murphy
Regie: Ryan Murphy
Gefühlskino pur:Hachiko - Eine wunderbare Freundschaft mit Richard Gere (Das Lächeln der Sterne, Brooklyn's Finest - Gesetz der Straße) und einem Akita-Hund in den Hauptrollen. Hachiko ist die Adaption einer wahren Begebenheit, die sich in den 20-er Jahren in Japan ereignet hat und erstmals 1987 unter dem Titel Hachiko monogatari verfilmt wurde. (Mehr zur wahren Geschichte unten)
Kurz zur Story: Musikprofesssor Parker Wilson (Richard Gere) findet am Bahnhof einen herrenlosen Akita-Welpen. Da der herzlose Bahnhofsvorsteher Carl (Jason Alexander) keine Lust hat, sich um den Hund zu kümmern, nimmt ihn Parker mit zu sich nach Hause.
Parkers Ehefrau Cate (Joan Allen, Death Race) ist von dem Familienzuwachs zuerst gar nicht erbaut. Doch Cate stellt bald fest, dass sie ihren Mann und den Hund, der auf den Namen Hachiko bzw. Hachi ("hachi" bedeutet acht, aber auch Unendlichkeit) hört, nicht mehr trennen kann. Hachi hat sein Herrchen auserwählt und begleitet ihn jeden Tag zum Bahnhof und holt ihn dort auch pünktlich nach der Arbeit wieder ab. Auch nachdem Parker verstorben ist, wartet Hachi weiter jeden Tag am Bahnhof - bis zu seinem Tod.
Das ist sie auch schon in groben Zügen, die Handlung der Geschichte. Hachi ist nicht Lassie oder irgendein anderer Filmhund, der jemandem das Leben rettet order so... Trotzdem ist Hachiko - Eine wunderbare Freundschaft ein ganz wunderbarer Film, den ich nur empfehlen kann.
Regisseur Lasse Hallström (Gottes Werk und Teufels Beitrag, Chocolat, Casanova, The Hoax) legt es darauf an - besonders am Anfang des Films - die knuffigen vierbeinigen Darsteller auf das allerknuffigste in Szene zu setzen. Und das gelingt ihm auch.
Ruhig und in wunderschönen Bildern erzählt Hachiko die Geschichte von Hachis Beziehung zu Parker. Allerdings: Hachi mag sein Herrchen bedingungslos lieben, aber apportieren tut er nicht. Solcherlei dummes Zeug ist eines Akitas nämlich nicht würdig! Weiter nach dem Trailer.
Hachiko - Eine wunderbare Freundschaft Trailer deutsch
Doch nun zur wahren Geschichte, die sich in den 20er Jahren zutrug. Professor Hidesaburo Ueno war kein Musikprofessor, sondern lehrte Agrarwissenschaft aneiner Tokioter Uni. Dorthin fuhr er jeden Tag vom Bahnhof Shibuya aus, einem Vorort von Tokio. 1925 erlag Ueno einem Herzinfarkt. Sein Hund Hachi wartete weiter jeden Tag am Bahnhof. Das sprach sich herum, Hachi wurde berühmt und mit ihm die zu dem Zeitpunkt noch vom Aussterben bedrohte Hunderasse der Akita. 1934 wurde auf dem Bahnhofsgelände von Shibuya eine Bronzestatue von Hachi errichtet. Hachiko starb 1935.
Auch heute kann man eine (neuere) Hachiko-Statue am belebten Shibuya Bahnhof sehen (siehe Foto, zum Vergrößern einfach anklicken). Hachis Überreste befinden sich im National Science Museum im Tokioter Bezirk Ueno.
Hachiko - Eine wunderbare Freundschaft (OT: Hachi) -- Genre: Drama -- deutscher Kinostart: 12.11.2009 -- Länge: 93 Minuten -- FSK: Keine Altersbeschränkung
Drehbuch: Stephen P. Lindsey (Spielfilmdebut), basierend auf dem Drehbuch Hachiko monogatari von Kineto Shindô. Regie: Lasse Hallström