Elijah Wood in Maniac (c) Ascot Elite Filmverleih GmbH
Im US-Fernsehen spielt Elijah Wood derzeit in der Serie Wilfred einen manisch-depressiven Mann, der den Kläffer des Nachbarn als Menschen sieht. In dem Slasher-Horror Maniac sehen wir ihn in der Rolle des Frank Zeto, der die weibliche Bevölkerung durch eine ganz besondere Linse sieht. Frank ist ein Serienmörder, der Frauen "liebt".
Frank Zeto ist allerdings kein Serienkiller wie z.B. unser Favorit Dexter Morgan aus der Serienadaption Dexter, der sich lediglich einen Tropfen Blut seiner Opfer als Trophäe behält. Der brutale Zeto skalpiert seine Opfer - und das vor den Augen der Zuschauer, wie man in dem Maniac Trailer (unten) sehen kann, sofern man die Nerven für blutigen, gorigen
Der ebenso witzige wie spannende Low Budget Thriller/Slasher Horror Devil mit Chris Messina (Greenberg) ist der erste Film der angekündigten Night Chronicles Trilogie von Produzent M. Night Shyamalan, der die Idee für die Story hatte. Das Drehbuch stammt von dem fabelhaften Brian Nelson (Hard Candy, 30 Days of Night), Regie führte John Erick Dowdle (Quarantäne).
Fünf Menschen sitzen in Devil zur Abwechslung nicht in einem Haus fest, sondern in einem Fahrstuhl. Der Matratzenverkäufer (Geoffrey Arend, (500) Days of Summer) nervt die ältere Dame (Jenny O'Hara, TV: King of Queens, Big Love) mit einem aggressiven Verkaufsgespräch, die attraktive Sarah (Bojana Novakovic, Drag Me to Hell) fühlt sich von den Blicken der Männer genervt, Tony (Logan Marshall-Green, Das Gesetz der Straße. TV: Dark Blue) sorgt sich um seinen wichtigen Termin und Ben (Bokeem Woodbine, Ray) wird dumm angemacht, weil er zum Sicherheitspersonal gehört, aber keine Ahnung vom System hat. Er ist eben nur eine Aushilfe und hat seinen Job gerade erst angetreten.
In bester Slasher Horror Manier geht auch schon bald das lustige Sterben in und um den Aufzug los. Die beiden Wachmänner Ramirez (Jacob Vargas, Death Race. TV: Moonlight) und Lustig (Matt Craven, Disturbia, Public Enemies) beobachten die
Der 7. und letzte Teil der SAW-Franchise - SAW 3D - Vollendung mit Tobin Bell (SAW I - VI) und Sean Patrick Flanery (Deadly Impact)- zieht noch einmal alle Register des Grauens, das dieses Mal u. a. in einer Glaskabine vor einem Einkaufszentrum stattfindet. Das Drehbuch stammt vom Autorenteam Patrick Melton und Marcus Dunstan, die bereits SAW IV bis VI geschrieben haben (demnächst: Piranha 2), Regie führte wieder Kevin Greutert (SAW VI).
Story:
Der Selbsthilfe-Guru Bobby (Sean Patrick Flanery) hat ein Buch darüber geschrieben, wie therapeutisch die Folterungen des Jigsaw seien. Für ihn wäre das Erlebnis einer Wiedergeburt gleichgekommen, behauptet Bobby bei all seinen vielen Auftritten, bei denen er sein Buch promotet. Allerdings lügt Bobby wie gedruckt, er war nie ein Opfer. Klar, dass sich Jigsaw
Der neue Horror/Psycho-Thriller Der letzte Exorzismus wurde mit einem Mini-Budget und ohne Stars von dem deutschen Regisseur Daniel Stamm realisiert. Die US-Kritiken fielen überwiegend positiv aus und der Film wurde auch beim diesjährigen Fantasy Film Fest hierzulande gezeigt. Apropos Kritiken: Je weniger Details zu Der letzte Exorzismus man kennt, um so besser für das Kino-Erlebnis. Deshalb fassen wir uns kurz.
Story:
Der Priester Cotton Marcus (Patrick Fabian) führt schon seit vielen Jahren Exorzismen durch. Er selbst hat den Glauben an dieses Ritual allerdings verloren - falls er wirklich jemals an Exorzismus glaubte - und will jetzt bei seinem nächsten und letzten Exorzismus eine Dokumentation drehen. Die Welt soll erfahren, was für ein ausgemachter Blödsinn das ist.
Zusammen mit einer Mini-Kameracrew, die aus zwei Leuten besteht, besucht er die Familie Sweetzer. Die Farmerstochter Nell Sweetzer (Ashley Bell) verhält sich in letzter Zeit mehr als seltsam und ihr alleinerziehender Vater Louis (Louis Herthum) kann sich das nur so erklären, dass der Teufel von ihr Besitz ergriffen hat. Cotton erlebt auf der Farm sein blaues Wunder...
Der letzte Exorzismus Trailer deutsch
Der letzte Exorzismus -- Genre: Horror, Psycho-Thriller -- deutscher Kinostart: 30.09.10 -- Länge: 87 Minuten -- FSK: noch nicht bewertet, vermutlich ab 16 Jahren wie auch die beiden Trailer für den Film
Drehbuch: Huck Botko und Andrew Gurland
Regie: Daniel Stamm
Die nächste Sequel der Resident Evil Reihe - Resident Evil: Afterlife 3D - verspricht, ein toller Spass zu werden. Und das nicht nur, weil jetzt Ex-Prison BreakerWentworth Miller dabei ist;) Nö, dieses Mal hat Paul W.S. Anderson nämlich nicht nur das Drehbuch geschrieben, sondern führt auch wie beim ersten Resident Evil Film wieder selbst Regie. Gedreht wurde mit James Camerons Fusion Camera System und der Trailer sieht schon einmal genial gut aus!
Story:
Fast die gesamte Menschheit ist mit dem Virus infiziert und schleicht als mordlustige Untote durch die Gegend. Alice (die derzeit extrem beschäftigte Milla Jovovich) will den für die Katastrophe verantwortlichen Konzern Umbrella Corp. endgültig vernichten und sucht zur Verstärkung nach Überlebenden.
Ali Larter, Wentworth Miller, Milla Jovovich
Alice, Claire Redfield (Ali Larter, Obsessed, TV: Heroes) und K-Mart (Spencer Locke, Resident Evil: Extinction, TV: Cougar Town) reisen in der irrigen Annahme, dass dort die Zustände noch nicht so schlimm sind, nach Los Angeles. Der Traum von der Oase des Friedens ist zerstört, sie sitzen in der Falle. (Foto mit freundlicher Genehmigung und (c) Constantin Film)
Wentworth Miller spielt Claires älteren Bruder, Chris Redfield. Genie Albert Wesker wird dargestellt von Shawn Roberts (I Love You, Beth Cooper, Auftrag Rache). Einer der Produzenten ist übrigens Bernd Eichinger.
Resident Evil: Afterlife 3D -- deutscher Kinostart: 16.09.10 -- Länge: 97 Minuten -- FSK: ab 16 Jahren.
Von direkt-auf-DVD Low-Budget Horror erwarten wir nicht viel, doch From Within mit Thomas Dekker (TV: Terminator: S. C. C.. Beim Leben meiner Schwester, A Nightmare on Elm Street) und Elizabeth Rice in den Hauptrollen ist ein solider Horror, der uns trotz der offensichtlichen "Verwandtschaft" mit anderen Horrorfilmen gut unterhalten konnte. Der Film liefert neben den teils sehr kreativen Morden/Selbstmorden und dem damit einhergehenden Rätsel auch eine gut ausgearbeitete Storyline um gewaltbereite christliche Fanatiker mit interessanten Figuren, eine clevere Songauswahl, gute Filmmusik, gute Leistungen der Darsteller und sieht auch noch sehr gut aus.
From Within beginnt mit dem überraschenden Selbstmord von Aidan Spindles Bruder Sean (Cameo: Shiloh Fernandez, TV: Jericho. Cadillac Records, demnächst: Skateland), den wir auch schon im Trailer (unten) sehen.
Es geht so richtig rund in dem spannenden Horror-Spass The Crazies mit Timothy Olyphant (Hitman) und Radha Mitchell (Surrogates - Mein zweites ich) in den Hauptrollen
David Dutten (Olyphant) ist Sheriff des kleinen Nests Ogden Marsh in Iowa. Als während eines Baseballspiels ein bewaffneter Anwohner auf das Spielfeld gelaufen kommt und dann trotz Zuredens schiessen will, wird er von David erschossen. Derlei gehört in Ogden Marsh sicherlich nicht zum Tagesgeschäft und der Sheriff kann das nicht einfach so wegstecken. Was war nur in den Mann gefahren? Besoffen war er nicht, wie sich später herausstellt. Zusammen mit seinem Deputy Russell (Joe Anderson, Ruinen, Love Happens, demnächst: Amelia) versucht er, den seltsamen Fall aufzuklären - und befindet sich bald in Lebensgefahr.
Während David an dem Rätsel knabbert, behandelt seine schwangere Frau Judy (Radha Mitchell, Surrogates - Mein zweites Ich), die Dorfärztin, den sich seltsam benehmenden Farmer Bill (Brett Rickaby), den sie allerdings nicht diagnostizieren kann. Der zündet später sein Haus samt seiner Familie an.
Das Remake des Kult-Horrors A Nightmare on Elm Street ist eine gute Gelegenheit für Leute wie mich, die sich den berühmten Freddy Krueger bisher weder im Original noch in anderen Filmen angesehen haben, sich völlig unvorbelastet mit der Kultfigur vertraut zu machen. Freddy wird hier erstmals von James Earle Haley (Shutter Island) verkörpert, den ich selbst in den Flashbacks (mit Kopfbehaarung!) niemals erkannt hätte.
Mich hat A Nightmare on Elm Street - eine Mischung aus Slasher-Horror und Thriller - angenehm überrascht, vor allem wegen des Bezugs zur Realität und des interessanten Casts. Die gut aufgebaute Liebesgeschichte ist besser gemacht, als man das von Horrorfilmen gemeinhin gewöhnt ist.. Eines noch vorweg: Am Ende des Films wird klar, dass es A Nightmare in Elm Street 2 geben wird (angekündigt für 2012).
Teenager Dean (cameo: Kellan Lutz, Twilight 1 - 4) aus der Elm Street wird von grausigen Albträumen geplagt, in denen der entstellte Freddy Krueger
Unser liebster Hitman und witzigster krimineller Junkie (High Life, Berlinale 09) - Timothy Olyphant - steht in dem Horror-Thriller The Crazies zur Abwechslung wieder auf der anderen Seite des Gesetzes und spielt den Sheriff des kleinen Nests der idyllischen Kleinstadt Ogden Marsh im Mittleren Westen der USA. (Kein Wunder also, dass wir auf dem Plakat eine Mistgabel sehen;) The Crazies ist das Remake des Horrors Crazies (1973), bei dem damals George A. Romero Regie geführt hat, der hier als ausführender Produzent fungiert. Das Drehbuch dieses Remakes stammt von Ray Wright (Pulse, Fall 39) und Scott Kosar (Amityville Horror Remake, Der Maschinist). Regie führt Breck Eisner (Tödliche Gedanken, Sahara - Abenteuer in der Wüste). Link zum Original: Crazies - limitierte Special Edition (2 DVDs)
In Ogden Marsh scheinen plötzlich einige Bürger durchzudrehen. Sheriff David Dutton (Olyphant) und sein Deputy Russell (Joe Anderson, Ruinen, Love Happens, demnächst: Amelia) stehen vor einem Rätsel. Auch Davids schwangere Frau Judy (Radha Mitchell, Surrogates - Mein zweites Ich), die Dorfärztin, behandelt einen sich seltsam aufführenden Patienten, den sie allerdings nicht diagnostizieren kann.
Bald stapeln sich in Ogden Marsh die Leichen. David sieht kurz darauf Grund zur Annahme, dass das Wasser verseucht ist. Doch damit braucht er den Leuten während der Trockenzeit gar nicht erst zu kommen. Die Nationalgarde schaltet sich ein.
David, Russell, Judy und die Arzthelferin Becca (Danielle Pannabaker, Mr. Brooks -Der Mörder in Dir, Freitag der 13., TV: Shark) werden bald von den infizierten Starrköpfen verfolgt...
Der Horrorfilm Fall 39 mit Renée Zellweger (Ein verlockendes Spiel, New in Town) und Bradley Cooper wurde bereits letztes Jahr auf dem Fantasy Filmfest vorgestellt, wo auch der vom Thema her sehr ähnliche Orphan - das Waisenkindgezeigt wurde. Im Vergleich damit schneidet Fall 39 nicht gut ab. Schade eigentlich, denn Regie führte der Deutsche Christian Alvart (Antikörper, Pandorum). Das Drehbuch hat sich Ray Wright (Pulse, demnächst: The Crazies) ausgedacht.
Sozialarbeiterin Emily Jenkins (Zellweger) ist mit 38 Fällen schon mehr als ausgelastet, als ihr der Fall 39 aufgebürdet wird. Die kleine Lillith Sullivan (Jordelle Ferland, demnächst:Eclipse - Biss zum Abendrot) soll von ihren Eltern vernachlässigt werden. In einer wirklich gut gemachten Szene legt Zellweger die Akte ärgerlich auf den Stapel, nur um sie dann wieder zur Hand zu nehmen und aufzuschlagen. Das Bild der 10jährigen Lillith macht den Fall 39 zum Kinderschicksal, um das sich Emily sofort kümmern muss.
Tatsächlich scheinen Edward (Callum Keith Rennie, TV: Californication, Battlestar Galactica) und seine Frau Margaret Sullivan (Kerry O'Malley, TV: Brotherhood) reichlich gestört zu sein und lügen Emily an. Lillith dagegen ist völlig verschüchtert. Emily hat jeden Tag mit gewalttätigen Eltern zu tun und bestellt die Sullivans zu einem Gespräch mit ihrem Vorgesetzten in's Amt. Doch zu ihrem Entsetzen kommt nichts dabei heraus und keiner will ihr helfen, das Kind aus der Hölle zu befreien, in dem es offensichtlich lebt. Sie gibt dem Kind ihre Karte - für den Notfall.
Der Notfall tritt tatsächlich schon bald ein. Emily und der befreundete Detective Mike Barron (Ian McShane, Death Race) können dem Kind gerade noch das Leben retten. Für gefühlte zwei Minuten hat man später das Gefühl, dass aus Lillith, Emily und Emilys Freund, dem Kinderpsychologen Doug Ames (Bradley Cooper, Hangover, demnächst: Alles über Steve) eine glückliche Familie werden könnte.
Doch im Gegensatz zu dem den Headlines der Zeitungen entnommenen Hintergrund, mit dem uns Orphan - Das Waisenkind überrascht, begnügt sich Fall 39 mit den ausgetretenen Pfaden, auf denen zuletzt Sam Raimis langweiliges Drag Me to Hell ausrutschte.
Das ist besonders ärgerlich, weil Fall 39 es relativ lange schafft, zu unterhalten und Spannung aufzubauen. Renée Zellweger verkauft uns die gutherzige Sozialarbeiterin so gut, dass wir mit ihr fühlen. Doch schon der erste Tote war unglücklich gewählt und man fragt sich unweigerlich, ob dessen Tod im 3. Akt nicht viel dramatischer gewesen wäre. Da eine andere Figur noch eine Weile gebraucht wurde, lässt das eigentlich nur den Rückschluss zu, dass es zu wenige Figuren gab, die man auf interessante Weise in's Jenseits befördern oder in Angst und Schrecken hätte versetzen können.
Sobald dem letzten Zuschauer klar ist, wer für die Toten verantwortlich ist, gibt's eigentlich keine Story mehr, weil Fall 39 keine Böcke hat uns zu zeigen, welche Kräfte genau dieser Mensch hat und auch, womit man ihm beikommen kann. Statt dessen dreht sich Emily im Kreis und es folgen jede Menge Bilder und Situationen, die wir so und besser schon -zig Mal gesehen haben. Das Ende liess mich dann auch kräftig mit den Augen rollen und total enttäuscht das Kino verlassen.
Insgesamt weniger nervtötend als Drag Me to Hell, aber lange nicht so schön wie Orphan, Lichtjahre entfernt von Tale of Two Sisters und natürlich kein Spaß wie My Bloody Valentine ;)
Fall 39 (OT: Case 39) -- Genre: Horror/Psycho-Thriller --deutscher Kinostart: 17.09.2009 11.03.2010-- Länge: 113 Minuten -- FSK: ab 16 Jahren
Drehbuch: Ray Wright
Regie: Christian Alvart (Elementarteilchen, Pandorum)
Gerade noch rechtzeitig zum offiziellen deutschen Kinostart von District 9 kam die gute Nachricht: Regisseur Neill Blomkamp gewann den Publikumspreis Fresh Blood (Regie-Nachwuchspreis) des Fantasy Film Fests für den sozialkritischen Sci-Fi/Action Film District 9, seinen ersten Langfilm. Den hat er auch verdient! District 9 spart nicht mit Hinweisen auf reale Situationen, lässt sich inspirieren von Geschichte und Weltgeschehen und ist auch noch ein spannender und interessanter Vertreter der Genres. Trotzdem die Geschichte in Südafrika (Geburtsort des Regisseurs) spielt und dort auch gedreht wurde, sind die aufgegriffenen Themen von District 9 überall auf der Welt relevant.
Nun hat die Regierung die Firma MNU damit beauftragt, die nutzlosen Aliens umzusiedeln. Der nerdige Bürokrat Wikus van de Merwe (super: Sharlto Copley) zieht mit einem Trupp Leute von Tür zu Hütten-Tür, um den Aliens frohgemut die Räumungs-Botschaft zu bringen und ihnen eine Unterschrift abzuschwatzen. Wen schert's, wenn nicht jeder ihn versteht? Ganz nebenbei killt der seitengescheitelte Pullunder-Träger auch noch den in der Brut-Hütte befindlichen Nachwuchs in spe.
Die Drehbuchautoren Neill Blomkamp & Terri Tatchell haben sehr genau beobachtet, wie sich Rassismus und die Mißhandlung der ärmsten Bevölkerungsschicht im Alltag immer wieder zeigt, manchmal begleitet von politisch korrekt hingedrehter Rhetorik, oft leise und unbemerkt. Apropos Rhetorik - "schnell und sauber" soll die Räumung werden. Hm, wo nur habe ich das schon einmal gehört - und wurde das nicht ähnlich kompliziert wie in District 9?
Der Titel District 9 wurde vermutlich vom ehemaligen südafrikanischen Armenbezirk District 6 inspiriert, dessen Bewohner in den 60ern zwangsumgesiedelt wurden. Sowas regelt sich heute in der westlichen Welt bekanntlich mehr oder weniger automatisch über die Höhe der Mieten.
Fast möchte man die Vorwarnung von Wikus mit seinem Umsiedlungsvertrag als menschlich und zivil verbuchen, geht's doch in der Realität oft nicht so zu, wie wir im Mai 2009 aus Mumbai hörten. Reiner Zufall, dass in dem indischen Slum, das ohne Vorwarnung niedergewalzt wurde, Darsteller aus dem Film Slumdog Millionär lebten. Bei der Räumung wurde auch Gewalt angewandt, es gab Verletzte. Nur auf Druck der entrüsteten Bevölkerung haben sich die Filmemacher von Slumdog Millionär (bisheriges Bruttoeinspielergebnis: über 377 Millionen US $, dazu kommen noch die DVD-Zahlen...) dann dazu entschlossen, ihren in Armut lebenden Darstellern finanzielle Hilfe in unbekannter Höhe zu leisten. Pressebericht, engl. NB: Slumdog Millionär wurde zwar für 10 Oscars nominiert und hat 8 davon gewonnen, nahm auch Teile des Casts mit zur Veranstaltung, doch -- kein Schauspieler wurde nominiert, weder Nebendarsteller noch Hauptdarsteller und die indische Ko-Regisseurin wurde auch selten erwähnt.
Das Katzenfutter ist eine spitze Anspielung darauf, dass sich der Sprache nicht mächtige Menschen lange Zeit auch von Hunde- und Katzenfutter ernährten. Als man das herausfand, wurde verordnet, dass auf Tierfutter Tiere abgebildet sein müssen. Ob die Aliens in District 9 tatsächlich eine Vorliebe für Katzenfutter haben oder ob diese Vorliebe einfach nur daher kommt, dass die raffgierigen Händler nichts anderes in den Bezirk brachten? Wie wohl die Qualität des Angebots der Supermärkte großer Ketten in den ärmsten Stadtteilen (verglichen mit denen in anderen Stadtteilen) hierzulande aussieht?
Dass Wikus als "Mischling" plötzlich heißbegehrt ist, spiegelt eher zufällig ein auffälliges Phänomen in der westlichen Kultur der Gegenwart wider. Gerade so, als wäre die One-drop Rule noch gültig, feiern die USA ihren "schwarzen" Präsidenten und bedankt sich Halle Berry für ihren Oscar, den sie als "erste schwarze" Schauspielerin für die Kategorie Beste Hauptdarstellerin erhalten hat. Man "muss" anscheinend eine "Rasse" wählen und nimmt die, die einem die Umwelt automatisch aufgrund des Aussehens zuordnet, wie Berry auch einmal im Interview sagte. Dementsprechend wählt dann Wentwort Miller nicht schwarz sondern weiß, was auch das Thema des Filmes Der menschliche Makel ist, in dem er den Protagonisten in jungen Jahren spielt.
Dass es akzeptierte und weniger beliebte "Ausländer" gibt, je nach Herkunftsland, drückt einer der im Film interviewten schwarzen Rassisten aus, wenn er sagt "wenigstens stamme ich von diesem Planeten!". Ähnliche reiche Kulturen werden eher als gleichwertig angesehen und angenommen als ärmere und fremd anmutende Kulturen, wie man z. B. am Erfolg eines schwedischen Möbelhauses sehen kann. Oder an der Bekanntheit des Autors Mankell, der auch schon 'mal über den Rassismus in seiner Heimat schreibt, eingebettet in einen Krimi.
Dass das Sci-Fi Genre sehr dazu geeignet ist, uns den Spiegel vorzuhalten und zum Nachdenken zu bewegen - und dabei noch gut zu unterhalten -, hat sich immer wieder gezeigt. District 9 ist ein weiteres Highlight.
District 9 -- Genre: SciFi/Action -- Deutschland-Premiere: Fantasy Filmfest 09, deutscher Kinostart: 10.09.09 -- Länge: 112 Minuten -- FSK: ab 16 Jahren
Drehbuch: Neill Blomkamp & Terri Tatchell
Regie: Neill Blomkamp
District 9 Cast:
Wikus van de Merwe - Sharlto Copley
Koobus Venter - David James
Christopher u. a. - Jason Cope
Piet Smit - Louis Minnaar
Tania van de Merwe - Vanessa Haywood
Nick O'Bannon (Bobby Campo) hat bei einem Autorennen plötzlich eine grauenhafte Vision: Ein Unfall wird sich ereignen, es wird auf der Zuschauertribüne etliche Tote und Verletzte geben. Mit Mühe überzeugt er seine Freundin Lori (Shantel VanSanten), deren Freundin Janet (Haley Webb) und seinen Kumpel Hunt (Nick Zano) davon, das Gelände zu verlassen. Nur deshalb überleben sie.
Wer schon einmal mindestens einen Final Destination Film gesehen hat, der hat eine ziemlich genaue Vorstellung von dem, was in Final Destination 4 unweigerlich kommen muss: Kurz darauf stirbt einer der Überlebenden, Körperteile fliegen durch Luft, dann stirbt noch einer, während Nick verzweifelt versucht dahinterzukommen, wie man die Todeskette unterbrechen kann - und seine Freunde von seiner Theorie zu überzeugen.
Drehbuchautor Eric Bress (Final Destination 2, The Butterfly Effect) ist völlig klar, was die Zuschauer erwarten, deshalb hält er sich nicht damit auf, uns die Figuren näher vorzustellen, sondern legt mit dem lustigen Morden los. Und das ist, besonders in der zweiten Hälfte des Films, ein Riesenspaß.
Die meisten von Nicks Visionen sind nur sehr bruchstückhaft. Es ist toll zuzusehen, wie die Bruchstücke sich meist in eine längere, komplizierte Kette von Ereignissen fügen, die letztlich mit einer Leiche enden. Wasser ist in Final Destination 4 extrem gefährlich und bald sucht der Zuschauer beim Anblick von Wasser das Opfer und versucht, die Kette zu erraten, die zum Tod führen wird.
Auch das ist Bress völlig klar, weshalb er mit uns, den Zuschauern, auch seinen Spaß hat, als er uns eine Szene mit einem Opa zeigt, an der er uns einen Moment herumrätseln lässt. Genial.
Mit der finalen Szene in einem Café zwinkert Bress den Final Destination Fans zu, die sich an ähnliche letzte Szenen in zwei der Vorgänger erinnern. Diese hier ist an Ironie kaum zu überbieten. Ob's jetzt wieder 3 Jahre dauern wird, bis der nächste Final Destination kommt?
Final Destination 4 -- Genre: Action/Thriller/Horror -- Deutschlandpremiere: Fantasy Filmfest 2009. deutscher Kinostart: 03.09.2009 --Länge: 82 Minuten -- FSK: Keine Jugendfreigabe! Drehbuch: Eric Bress Regie: David R. Ellis (Final Destination 2, Snakes on a Plane)
Experiment Killing Room (OT: The Killing Room) ist ein indie-Film, der mit zwei parallel laufenden Storylines die Spannung super hält und auch, so man will, ein politischer Film, der - ähnlich wie auchPublic Enemies - fragt, wo man die Grenzen ziehen soll bzw. wie weit wir gehen wollen. Der Film war dem südafrikanischen Regisseur Jonathan Liebesman ein Anliegen. Als Inspiration diente das Forschungsprogramm MK-Ultra, das ausgiebig recherchiert wurde.
Die Militär-Psychologin Reilly (Chloe Sevigny, Zodiac) ist Expertin wenn es darum geht, Gesichtsausdrücke zu interpretieren. Mit ihrer Fähigkeit, Lügner zu erkennen, soll sie Dr. Philips (Peter Stormare, TV: Prison Break, Kino: Horsemen) bei einem Geheimprojekt unterstützen. Sie soll Probanden in Videoaufnahmen evaluieren. Besonders spannend wird es, als sie mit den Bändern fertig ist und die Sache weiter live verfolgt. Bald fragt sich der Zuschauer, wer wen evaluiert - Reilly die Probanden oder eher Philips Reilly oder beides?
Die vier Probanden Crawford (Timothy Hutton, demnächst im TV in der Serie Leverage), Kerry (Clea DuVall, Anamorph), Paul (Nick Cannon, Day of the Dead) und Tony (Shea Whigham, Fast & Furious) wollen sich nur $ 250 verdienen und wissen noch nicht einmal, für was für eine Art Studie sie sich zur Verfügung stellen. Pharmazeutisch, psychologisch,... ? Die so unterschiedlichen Probanden haben eines gemeinsam: sie sind alle amerikanische Staatsbürger. Dr. Philips erklärt ihnen, dass im Laufe der 8 Stunden 3 der Probanden elimiert werden - als er kurz darauf einen der Probanden erschießt, verstehen wir die Bedeutung dieser Worte... Zu spät für die Probanden, die im weißen Raum eingeschlossen sind. Absolut ausbruchssicher. Hier wurde an alles gedacht.
Experiment Killing Room beeindruckt durch das exzellente Timing der Drehbuchautoren, die die beiden Storylines ständig vorantreiben, nie zu viel verraten, aber immer genug Infos geben, um den Zuschauer bei der Stange zu halten. Wenn wir wissen, was überhaupt der Sinn und Zweck der "Studie" ist, rätseln wir z. B. immer noch weiter, welche Eigenschaften der "letzte Kandidat" eigentlich besitzen soll. Die letzte Eigenschaft ist dann nochmal ein Schlag in die Eingeweide.
Nicht nur die Probanden sind interessant, auch Reilly wird zum Probanden, der von Dr. Philipps manipuliert und beobachtet wird. Sie wurde wegen bestimmter Eigenschaften für eine Zusammenarbeit ausgewählt. Den Zuschauer überrascht trotzdem, wie Reilly sich im Laufe des Filmes verhält. Es ist besonders lobenswert, dass für diese Rolle eine Frau ausgewählt wurde und Sevigny ist super besetzt. Wir erinnern uns noch an die Berichte aus Guatanamo? Eben.
Jeder, der dem Militär (und der Psycholgie, wenn wir schon dabei sind) neutral bis kritisch gegenübersteht, wird den Film, an sich eine Studie der Organisation, fasziniert verfolgen. Sicher, das Projekt MK-Ultra soll zu den Akten gelegt worden sein. Dennoch ist es möglich, dass unsere Kinder und Enkel von anderen Projekten erfahren werden, die später in's Leben gerufen wurden. Die im Film zitierte Paranoia, mit der solche Projekte begründet werden - "der Feind arbeitet an sowas, also müssen wir uns auch anstrengen" - hörte sich doch sehr real und zumindest für Menschen aus diesem Milieu sicherlich auch schlüssig an.
Derzeit sehen wir Filme wie Public Enemies (über Hoover und seine Machenschaften, inkl. Folterszene und Erpressung) und wir haben auch schon etliche Filme gesehen, die vom Milgram Experiment oder vom Stanford Prison Project oder Mengeles Zwillingsstudien inspiriert wurden und wer könnte But I'm a Cheerleader vergessen, die Comedy über *immer noch aktuelle "Therapie" der Homosexualität* (noch nicht soooo lange her, dass das überhaupt aus dem Diagnose-Manual der psych-Krankheiten entfernt wurde)? Trotzdem die Gesetzgebung dafür gesorgt hat, dass bestimmte Experimente heute nicht mehr gestattet sind, ist es möglich, dass wir irgendwann Filme sehen, die von neueren Studien inspiriert werden. Oder von Fehlinterpretationen dieser Studien. Oder.... ;) MK-Ultra (wiki)
Experiment Killing Room (OT: The Killing Room) -- Genre: Thriller/Horror -- DVD Veröffentlichungsstermin: 22.10.09. Deutschlandpremiere: Fantasy Filmfest 2009 -- FSK: ab 16 Jahren. Drehbuch: Gus Krieger (Debut) und Ann Peacock (Das Lächeln der Sterne, Chroniken von Narnia I, demnächst: The First Grader) Regie: Jonathan Liebesman (Die Legende von Darkness Falls, The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning)
Autor und Regisseur Paul Solet liefert mit Grace keinen Horror, sondern einen rechten Ekel-Film ab. Anscheinend ursprünglich inspiriert vom Schwangerschafts-Horror Rosemary's Baby schießt Solet allerdings über alle Grenzen hinaus und lässt jedwede Idee von "gutem Geschmack" oder von Horror, der einem eine wohlige Gänsehaut bereitet weit, weit hinter sich zurück. So weit, dass ich dafür plädiere, unter den Kinositzen Spucktüten und eine Prise "Riechsalz" bereitzuhalten. Es gibt jede Menge Blut, rohes Fleisch und fast meint man, den Fliegen anlockenden Gestank wahrnehmen zu können.
Madeline Matheson (Jordan Ladd, Grindhouse, Death Proof, Hostel II) ist eine der Frauen, die unbedingt ein biologisches Kind haben müssen, um weiterleben zu können. Nach 3 Jahren Hormonbehandlung und Fehlgeburten ist es endlich soweit - sie ist schwanger. Sie und ihr Mann Michael (Stephen Park) haben sich entschieden, dieses Mal der Hebamme Patricia (Samantha Ferris, Spiel mit der Angst) zu vertrauen. Und das, obwohl Schwiegermutter Vivian (Gabrielle Rose) Madeline unbedingt ihren Leibarzt Dr. Sohn (Malcolm Stewart, demnächst: Helen, Moon) aufzwingen will. Madelines Wahl scheint Sinn zu machen, denn Patricia kann gerade noch eine Fehler Dr. Sohns verhindern.
Doch dann haben Madeline und Michael einen Autounfall, bei dem Michael um's Leben kommt. Madeline erfährt, dass auch ihre ungeborene Tochter Grace gestorben ist. Sie ist nicht bereit, auch dieses Kind aufzugeben und will es "austragen". Beim Geburtstermin geschieht ein Wunder, Grace erwacht zum Leben. Bald zeigt sich aber, dass mit dem Baby etwas nicht stimmt. Es stinkt (wie eine Leiche), zieht die Fliegen an und interessiert sich mehr für Blut als für Muttermilch...
Es ist wohl der Horror-erfahrenen Hauptdarstellerin Jordan Ladd (Tochter von Charlie's Angel Cheryl Ladd) zu verdanken, dass dieser Film seit Anfang des Jahres auf unzähligen Filmfestivals gezeigt wurde. Die kranken Figuren, einschließlich der Schwiegermutter Vivian, üben anfänglich eine Faszination aus und man fragt sich, wie's weitergeht. Nach der Geburt von Baby Grace geht's allerdings dann steil bergab.
Filmemacher Solet war nicht sonderlich erfolgreich damit, seinen 6-minütige Kurzfilm Grace zu einem gerade 'mal 85 Minuten langen Film auzuweiten. Ich hätte mir mehr Plot und Horror und weniger Ekel-Szenen gewünscht. Der Film macht einfach keinen Spaß.
Grace -- Genre: Horror -- deutscher Kinostart: steht nicht fest. Deutschlandpremiere: Fantasy Filmfest 2009 -- FSK: nicht bewertet Drehbuch: Paul Solet (Langfilmdebut) Regie: Paul Solet (Langfilmdebut)
Esther (Isabelle Fuhrman) ist eine Waise aus Russland. Für das amerikanische Ehepaar Kate (Vera Farmiga, Up in the Air) und John Coleman (Peter Sarsgaard, An Education) soll sie das Kind ersetzen, das sie kürzlich durch eine Fehlgeburt verloren haben.
Die Colemans sind nicht kinderlos - es gibt bereits den Sohn Daniel (Jimmy Bennett, Star Trek), der von dem Familienzuwachs nicht begeistert ist, und die taube Tochter Max (Aryana Engineer), die sich über die Schwester freut.
Bald gibt's Probleme mit Esther, die nicht die engelsgleiche liebe Tochter zu sein scheint, die man erwartet hat. Hat sie ihre Mitschülerin geschubst, oder war deren Beinbruch tatsächlich die Folge eines Unfalls, wie Esther behauptet? Wird Max trotz allem weiterhin zu Esther halten?
Mir hat Orphan - Das Waisenkind sehr gut gefallen und mich durgehend super unterhalten. Es gab tatsächlich Leute, die den Twist am Ende lächerlich fanden. Denen sei gesagt, dass ein derartiger Fall tatsächlich durch die Presse ging. Es stimmt eben: Wahrheit ist oft unglaublicher als Fiktion!
Nach den Trailern unten noch ein Video mit Regisseur Jaume Collet-Serra (House of Wax, Goal 2), der über den Film erzählt und besonders von dem Twist am Ende von Orphan völlig begeistert zu sein scheint.
Warum dieses Jahr gleich zwei Filme über die sagenumwobene "Blutgräfin" Elizabeth Bathory in die Kinos kommen - kürzlich Julie Delpys Die Gräfin und nun Bathory? Vielleicht liegt's an der runderneuerten Popularität von Vampirfilmen (Twilight) und Vampir-Serien (Moonlight, True Blood) oder aber dem täglich verrücktere Formen annehmenden "Schönheits"-Wahn (gefährliche OPs, Botox, Goldfäden...) und Jugendkult? Keine Ahnung. Der 395. Todestag von Elizabeth aka Erszebet Bathory ist nicht wirklich "rund" zu nennen, oder? Allerdings wird die Sache so interessanter, denn man hat Delpys und diesen Film, die man sich gegenüber stellen kann. Bathory wird im Rahmen des Fantasy Filmfest 2009 gezeigt.
Während ihr Mann Ferenc Nadasdy (Vincent Regan, 300) mit seiner Truppe im Krieg ist, fühlt sich Elizabeth Bathory (Anna Friel, TV: Pushing Daisies. Die fast vergessene Welt) vernachlässigt und vertreibt sich die Zeit mit Carvaggio (Hans Matheson, TV: Die Tudors. Sherlock Holmes).
Bald kursieren Gerüchte um die "blutrünstige" Elizabeth, die die Kirchenmänner auf den Plan rufen, allen voran Pastor Ponicky (Antony Byrne, The Wind that Shakes the Barley). Bathory findet Unterstützung bei Darvulia (Deana Horváthá), doch sieht sie sich bald einem mächtigen Gegner gegenüber -- Gyorgy Thurzo (Karel Roden, auch: Largo Winch, Orphan - Das Waisenkind).
Bathory -- Genre: (historischer) Thriller -- DVD-Veröffentlichung: 10.06.10-- Länge: 138 Minuten -- FSK: ab 16 Jahren Drehbuch und Regie: Juraj Jakubisko (Frankensteins Tante)
Bathory Trailer englisch
Es gibt noch einen gaaanz ausführlichen Trailer, der fast 7 Minuten lang ist> hier
Der Vampir-Horror Not Like Others (OT: Vampyrer) kommt aus Schweden. Nach dem fabelhaften Vampir- Drama Let The Right One In - So finster die Nacht (Literaturadaption), das auf dem 22. Fantasy Filmfest letztes Jahr vorgestellt wurde, geben wir uns einfach einmal der Hoffnung hin, dass uns beim Fantasy Filmfest 2009 mit Vampyrer ein ähnlich eindrucksvoller Film erwartet.
In Not Like Others lernen wir die beiden Schwestern Vera (Jenny Lampa) und Vanya (Ruth Vega Fernandez) kennen. Die beiden sind Vampire - allerdings Vampire ohne Fangzähne. Um an ihre Nahrung zu kommen, tragen sie bei ihren nächtlichen Streifzügen handliche kleine Messer bei sich. Auch verfügen Vanya und Vera anscheinend nicht über die sonst für Vampire heutzutage üblichen "besonderen Fähigkeiten".
Eines hat Vanya mit einigen der Film- und TV-Vampiren der Neuzeit (aus Moonlight, True Blood, Twilight Saga) gemeinsam: sie hat Probleme mit dieser Lebensweise, sucht nach Alternativen. Für Vera kommt das einem Vertrauensbruch gleich. Die beiden Schwestern, die sich immer besonders nah standen, entfremden sich.
Als Vera und Vanya einen Biker umbringen, ist das der Anfang einer Verfolgungsjagd. Können sich die zwei Schwestern gegen die aufgebrachte, rachsüchtige Biker-Gang behaupten?
Not Like Others (OT: Vampyrer) -- Genre: Horror -- deutscher Kinostart: noch nicht bekannt -- Länge: 75 Minuten Drehbuch und Regie: Peter Pontikis
Das 23. Fantasy Filmfest findet zu folgenden Terminen statt:
Berlin (Karten ab10.08.): 18.08. - 26.08.2009 Frankfurt(Kartenab 17.08.): 26.08. - 02.09.2009 Hamburg (Karten ab 10.08.): 19.08. - 26.08.2009 Köln (Karten ab 17.08.): 26.08. - 02.09.2009 München (Karten ab 24.08.): 01.09. - 09.09.2009 Nürnberg(Karten ab 17.08.): 27.08. - 03.09.2009 Stuttgart (Karten ab 24.08.): 02.09. - 09.09.2009
Der Eröffnungsfilm des Fantasy Filmfests 2009 ist der Sci-Fi Horror Carriers mit Chris Pine, Piper Perabo, Emily VanCamp und Lou Taylor Pucci in den Hauptrollen.
Auf demSpielplan des Fantasy Filmfests 2009 stehen folgende Filme:
A Film With Me in It
Bathory Black Dynamite Blood Brothers (Bloedbroeders) Blood: The Last Vampire (Last Blood) Bronson
Cabin Fever 2: Springfever Carriers The Children Coffin Rock Cold Prey II (Fritt Vilt II)
Deliver Us From Evil (Fri Os Fra Det Onde) The Disappeared District 9 District 13: Ultimatum (Banlieue 13 - Ultimatum) Doghouse Dread (Clive Barker's Dread) Duress Durst (Thirst)
Orphan OSS 117 - Lost in Rio (OSS 117 - Rio Ne Repond Plus)
Paintball Pig Hunt Polytechnique Pontypool Prime Time Push
Red Cliff Round Da Way(Lascars)
Secrets of State(Secret Defense) Sexykiller (Sexykiller, Morirás por Ella) Shelter Shinjuki Incident (San Suk Si Chin) The Sky Crawlers (Sukai Kurora) The Sniper (Sun Cheung Sau) Someone's Knocking
Tell Tale Tenderness The Thaw - Frozen Tournament, The Trick 'r Treat
Carriers war der Eröffnungsfilm des Fantasy Filmfests 2009 , der dort seine Weltpremiere feierte, bevor er am 01.10. 2009 in deutschen Kinos anläuft. In einer der Hauptrollen Chris Pine, seit Star Trek bekannt als unser neuer James Tiberius Kirk.
Drehbuch und Regie: Die spanischen Brüder Alex und David Pastor. Carriers ist ihr Spielfilmdebut, für das die beiden nicht nur einen interessanten Cast (Pine, Piper Perabo, Chris Meloni, Emily VanCamp, Lou Taylor Pucci) gewinnen, sondern sich mittlerweile auch Kinostarts sichern konnten, was bekanntlich nicht einfach ist. Anscheinend hat das auch für Carriers eine Weile gedauert, denn der Film wurde bereits 2006 gedreht. Spannung! (Letztes Jahr gab's beim Fantasy Filmfest ja auch interessante Neulinge zu entdecken;)
Wie die Pastor Brothers in einem Interview mit Filmmaker Magazine in 2006 erzählten, stammt die Inspiration zu Carriers von den ersten panischen Pressemeldungen zur Vogelgrippe.
CarriersStory:
Ein höchst aggressives tödliches Virus rafft die Menschheit dahin. Deshalb wollen Kate (Emily Vancamp, TV: Everwood, Brothers & Sisters. Film: Ring 2), Bobby (Piper Perabo, Das Lazarus Projekt) und ihre Freunde Danny (Lou Taylor Pucci, The Horsemen) und Ryan (Chris Pine) irgendwohin fahren, wo sie in Sicherheit. Ein mexikanischer Strand vielleicht?
Doch dort kommt das Quartett nie an, denn das Auto bricht zusammen. Verhaltensregeln werden aufgestellt, deren strikte Einhaltung lebenswichtig ist. Mit der Umsetzung wird's schwierig, denn überall treffen sie auf potenziell gefährliche Menschen, die sich bereits angesteckt haben - die titelgebenden Carriers.
Carriers -- Genre: Sci-Fi/Horror -- deutscher Kinostart: 01.10.2009 -- Länge: 90 Minuten -- FSK: ab 16 Jahren Drehbuch und Regie: Alex Pastor und David Pastor.