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30.11.2008

Mein Schatz unsere Familie.. Trailer + Info

Kate (Reese Witherspoon, Penelope) und ihr Dauerfreund Brad (Vince Vaughn, In die Wildnis - Allein nach Alaska, Die Gebrüder Weihnachtsmann) wollten eigentlich, wie jedes Jahr, zu Weihnachen in Urlaub "flüchten". In diesem Jahr haben sie Pech, der Flug wird wegen Nebels gestrichen und dann ist da auch noch das Nachrichten-Team, das die am Flughafen Gestrandeten filmt - es gibt kein Entkommen. Hier geht's zur ausführlichen Filmkritik.

Jetzt auf DVD: Mein Schatz, unsere Familie und ich DVD

Brad und Kate sind "Scheidungskinder", die nun 4 chaotische Elternteile mit 4 nervigen Familien besuchen müssen:
Brads Mutter Paula - Sissy Spacek (demnächst: Lake City)
Brads Vater Howard - Robert Duvall (Helden der Nacht)
Kates Mutter Marilyn -Mary Steenburgen (Stiefbrüder, DVD: Honeydripper, demnächst: The Open Road)
Kates Vater Creighton - Jon Voight (demnächst: Das Gesetz der Ehre)
Brads Bruder Denver - Jon Favreau (Iron Man, Trauzeuge gesucht)
Kates Schwester Courtney - Kristin Chenoweth (TV: Pushing Daisies)
Dann gibt's auch noch den Pastor Phil - Dwight Yoakam (Crank, demnächst: Crank 2), der hoffentlich Mord und Totschlag verhindern kann...

Die Komödie Mein Schatz, unsere Familie und ich zielt anscheinend darauf ab, das Langzeit-Paar unter die Haube zu bringen. Viel Glück.

Mein Schatz, unsere Familie und ich - deutscher Trailer



Mein Schatz, unsere Familie und ich - deutscher Kinostart: 04.12.08 - FSK: ab 6 Jahren

Drehbuch: Autoren-Team Caleb Wilson & Matt R. Allen (Neulinge, beide auch Story-Idee) und das Autoren-Team Jon Lucas & Scott Moore (beide: Full of It, Volltreffer - Ein Supercoach greift durch).
Regie: Seth Gordon (The King of Kong)

Verwandt: Mein Schatz, unsere Familie und ich - Kritik
Mein Schatz, unsere Familie und ich - auf Platz 1 der US-Kinocharts
Andere Neustart der Woche: Madagascar 2
Quarantäne

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12.09.2008

Stiefbrueder Kritik + Trailer -- Ferrell und Reilly

In der Komödie Stiefbrüder von Will Ferrell (Co-Autor) und Adam McKay (Co-Autor und Regisseur) kommen uns Will Ferrell und John C. Reilly als ambitionslose "Nesthocker", die beide verhinderte Musiker sind. Produziert hat u. a. Judd Apatow (Drillbit Taylor - Ein Mann für alle Unfälle, demnächst: Ananas Express), der sich zum Spezialisten für Filme über unreife Männer jeglichen Alters entwickelt.

Der 39-jährige Brennan Huff (Will Ferrell, Die Eisprinzen, DVD: Semi-Pro, demnächst: Land of the Lost) ist ein verhinderter Sänger, der im Haus seiner Mutter Nancy (Mary Steenburgen, Die Fremde in Dir, demnächst: The Open Road, Four Christmases) auf der Couch dahinvegetiert. Der 40-jährige Dale Doback (John C. Reilly, Walk Hard, demnächst: Cirque du Freak) spielt im Haus seines Vaters Dr. Robert Doback (Richard Jenkins (Operation: Kingdom, demnächst: Burn After Reading) Gitarre und übt auf den Drums und macht sonst auch nicht viel.

Als Nancy und Robert heiraten, bringt das natürlich Veränderungen mit sich, die die beiden "Jungs" nicht verkraften wollen. Sie verhalten sich beide wie kindische 10-jährige und so entwickelt sich auch diese Stiefbrüder-Geschichte den Erwartungen entsprechend. Nicht fehlen darf der böse Yuppie Bruder Derek Huff (Adam Scott, demnächst: August, The Great Buck Howard), der als leuchtendes Beispiel vorgeführt wird, dessen unbefriedigte Ehefrau Alice (Kathryn Hahn, TV: Crossing Jordan, demnächst: Revolutionary Road) und eine Psychologin, die dem "kindlichen Charme" einem der beiden Mama-Söhnchen erliegen muss.

Der Unterschied zwischen Stiefbrüder und anderen Patchwork-Family Komödien? Es wird zusätzlich noch masturbiert und gepoppt, geflucht und Gewalttätigkeit gibt's noch extra zuhauf dazu. Wer bei dem Gedanken (und nach Ansehen des Trailers) in freudiger Erwartung grinst, der sollte sich den Film ansehen. Alle anderen können sich diese wenig originelle Story mit dem kindischen Humor wohl ersparen. Tipp: Wer Walk Hard - Die Dewey Cox Story noch nicht gesehen hat, der sollte sich besser das auf DVD ansehen. Ich war von Stiefbrüder sehr enttäuscht. Es wundert mich deshlab nicht, dass der Film auch im Ursprungsland USA kein Hit war.

Was Stiefbrüder fehlt ist vor allem Herz, weshalb Dale und Brennan nicht zu dreidimensionalen Figuren werden. Sie bleiben Karikaturen und daran kann auch das mit Emotionen aufwarten wollende Ende nichts mehr ändern. Too little, too late. Schade eigentlich, denn mit den beiden talentierten Musikern, denen ein "normales" Leben aufgezwungen werden soll, hätte man etwas anfangen können. Schade auch, weil die aufgebotenen Schauspieltalente die Story natürlich nicht verbessern können....

Manchmal hat man das Gefühl, dass Stiefbrüder gerne Walk Hard - Die Dewey Cox Story geworden wäre (John C. Reillys Dale erinnert ab und zu an Dewey), doch die unoriginelle Geschichte schafft das einfach nicht, man hat sich nicht sonderlich bemüht. Der over-the-top Humor ist stellenweise ganz witzig, aber eben doch ziemlich Standard. So bleibt das Gefühl, dass diese Komödie in der Weder/Noch Grauzone angesiedelt ist. Weder ist Stiefbrüder eine "Geschichte, die das Leben schrieb" und hat einen Bezug zur Realität, wie uns das Film-Marketing Glauben machen will, noch ist der Film ein Glanzlicht der Kreativität, das mit einer atemberaubend originellen und völlig abgehobenen Story aufwartet.

Demnächst kommt Will Ferrell wieder singend an -- in der Komödie Semi-Pro, die direkt auf DVD erscheint. Ab 29. September ist die deutsche Fassung davon zu haben: > Semi-Pro (Special Edition, 2 DVDs)

Stiefbrüder - deutscher Trailer (1:46)



Stiefbrüder - Genre: Komödie - FSK: ab 12 Jahren

Drehbuch: Adam McKay & Will Ferrell (beide: Ricky Bobby - König der Rennfahrer, Der Anchorman)
Regie: Adam McKay (Ricky Bobby - König der Rennfahrer)

Stiefbrüder Cast:
Brennan Huff - Will Ferrell
Dale Doback - John C. Reilly
Nancy Huff - Mary Steenburgen
Dr. Robert Doback - Richard Jenkins
Alice Huff - Kathryn Hahn
Derek Huff - Adam Scott

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03.10.2007

Die Fremde in Dir -- Jodie Foster und Terrence Howard


Die Fremde in Dir (9.5/10)

Update: Ab 1. Februar auf DVD zu haben (mit Trailer):>> Die Fremde in Dir

Die Fremde in Dir ist ein exzellentes Drama mit ein paar Thriller-Momenten, tollen schauspielerischen Leistungen und einer Story, die von Anfang bis Ende interessant ist. Jodie Foster spielt in Die Fremde in Dir (OT: The Brave One) die Radiomoderatorin Erica Bain, die einen äußerst brutalen Überfall knapp überlebt, bei dem ihr Verlobter David umgebracht wird. Obwohl Erica im Laufe dieses Films einige Gewalttäter umbringt, ist dies kein Rache-Film. Die Fremde in Dir befasst sich mit dem Thema Gewalt auf faszinierende Weise und bleibt dabei erschreckend realistisch.

In den ersten Minuten beobachten wir Erica Baine (Jodie Foster), typisch liberale Vertreterin der gehobenen New Yorker Mittelklasse. Sie moderiert eine Radiosendung über New York, die sich mit den positiven Momenten der Vergangenheit befasst. Erica ist gebildet, ihr Verlobter David (Naveen Andrews) ist Arzt, sie lebt in einer großzügig geschnittenen Wohnung und hat keine Sorgen. Die Frau hat es nicht nötig, sich mit den Hässlichkeiten der Stadt zu befassen - sie nimmt sie gar nicht wahr. Diese Minuten haben eine seltsam nervöse Spannung, jeden Moment erwartet man die Katastrophe. Als sie eintrifft, ist die Szene länger und viel brutaler in der Darstellung, als ich erwartet hätte. Und obwohl ich wusste, dass die Szene kommen wird, hatte sie eine Menge Power.

Ericas altes Leben gibt's plötzlich nicht mehr. Sie traut sich nicht mehr vor die Tür. Ohne melodramatisch zu werden, werden die Auswirkungen des Überfalls gezeigt. Eine illegal erworbene Pistole hilft ihr dann, diesen inakzeptablen Zustand zu ändern. Bald kommt die Pistole unerwartet zum Einsatz und mit der Zeit macht Erica Bekanntschaft mit der Fremden in ihr - so nennt sie die Seite, die der Gewalt fähig ist.

Die Fremde in Dir ist kein Rachefilm, sondern zeigt das Dilemma, mit dem sich viele von uns - vor allem wohl Frauen in den Großstädten - konfrontiert sehen. Wer absolut kein Opfer sein will, sich nicht völlig ausliefern will, muss sich (aus-)rüsten, denn mit reden bewirkt man bei gewaltbereiten Tätern absolut nichts. Doch Gewalt fordert immer Opfer. Immer. Wie man's dreht und wendet, der Täter bekommt immer das, was er will. Er drückt dem Gegenüber seinen Willen auf. Er macht selbst eine Frau wie Erica Bain zum gewaltbereiten Menschen.

Erica will kein Mitleid, will nur wieder ein normales Leben führen, will einfach kein Opfer sein. Sie ist überrascht, dass beim Schießen ihre Hand nicht zittert. Sie hätte sich das alles ganz anders vorgestellt. Als Detective Mercer (Terrence Howard) ihren Fall recherchiert, hat er bald eine Ahnung, dass Erica nicht nur Opfer war, sondern jetzt auch Täterin ist. Und er macht ihr klar, dass er kein Mitleid kennt, sollte er sie überführen können. Und Erica? Sie vermutet zu jeder Zeit, dass sie eine Grenze überschreitet. Viele Leute in der Stadt sehen das gar nicht so. Doch - ist Ericas Annahme korrekt? Wenn sie der Protagonist in einem Superhelden-Film wäre, dann hätten wir mit ihren Aktionen kein Problem. Aber so? Frauen, die sich wehren, kommen meist nicht gut an.

Auch für Detective Mercer bringt der Fall einen Wendepunkt. Was ist Notwehr und was nicht mehr? Wo hört Selbstverteidigung auf und fängt Selbstjustiz an? Die Fremde in Dir zeigt auf, dass diese Frage nicht so leicht zu beantworten ist, wie vielleicht angenommen.

Die Fremde in Dir ist ein beeindruckender Film, der einen noch lange nach seinem Ende beschäftigen kann. Wenn ein Mensch halb totgeschlagen wird und zu den Auswirkungen der Tat gehört, dass der Mensch jetzt bereit ist, sich und andere gegen Gewalttäter zu verteidigen - gehört er dann zu den Tätern oder zu den Opfern oder gibt es noch ein dritte Gruppe? Das Opfer Erica Bain quält sich, wie viele Opfer, mit Schuldgefühlen. Die Entscheidung, die Detective Mercer letztlich trifft, ist die Entscheidung eines Menschen, dem der "Zyklus der Gewalt" nicht unbekannt ist.

Link zur DVD und Trailer: Die Fremde in Dir

Der Soundtrack zum Film: Die Fremde in dir (OT: The Brave One )

Die Fremde in Dir
FSK
: 16 Länge: 122 Minuten

Drehbuch: Bruce A. Taylor, Roderick Taylor und Cynthia Mort
Regie: Neil Jordan

Cast:
Erica Bain: Jodie Foster
Detective Sean Mercer: Terrence Howard
David Kirmani: Naveen Andrews
Detective Vitale: Nicky Katt
Carol: Mary Steenburgen

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