Unser liebster Hitman und witzigster krimineller Junkie (High Life, Berlinale 09) - Timothy Olyphant - steht in dem Horror-Thriller The Crazies zur Abwechslung wieder auf der anderen Seite des Gesetzes und spielt den Sheriff des kleinen Nests der idyllischen Kleinstadt Ogden Marsh im Mittleren Westen der USA. (Kein Wunder also, dass wir auf dem Plakat eine Mistgabel sehen;) The Crazies ist das Remake des Horrors Crazies (1973), bei dem damals George A. Romero Regie geführt hat, der hier als ausführender Produzent fungiert. Das Drehbuch dieses Remakes stammt von Ray Wright (Pulse, Fall 39) und Scott Kosar (Amityville Horror Remake, Der Maschinist). Regie führt Breck Eisner (Tödliche Gedanken, Sahara - Abenteuer in der Wüste). Link zum Original: Crazies - limitierte Special Edition (2 DVDs)
In Ogden Marsh scheinen plötzlich einige Bürger durchzudrehen. Sheriff David Dutton (Olyphant) und sein Deputy Russell (Joe Anderson, Ruinen, Love Happens, demnächst: Amelia) stehen vor einem Rätsel. Auch Davids schwangere Frau Judy (Radha Mitchell, Surrogates - Mein zweites Ich), die Dorfärztin, behandelt einen sich seltsam aufführenden Patienten, den sie allerdings nicht diagnostizieren kann.
Bald stapeln sich in Ogden Marsh die Leichen. David sieht kurz darauf Grund zur Annahme, dass das Wasser verseucht ist. Doch damit braucht er den Leuten während der Trockenzeit gar nicht erst zu kommen. Die Nationalgarde schaltet sich ein.
David, Russell, Judy und die Arzthelferin Becca (Danielle Pannabaker, Mr. Brooks -Der Mörder in Dir, Freitag der 13., TV: Shark) werden bald von den infizierten Starrköpfen verfolgt...
Das Drama Das Leuchten der Stille ist die Adaption des Bestellers von Nicholas Sparks (Buch-Link: Das Leuchten der Stille).
Story:
Der Soldat John Tyree (Channing Tatum, Public Enemies) lernt während eines zweiwöchigen Heimaturlaubs die Studentin Savannah Curtis (Amanda Seyfried, Chloe) kennen. Savannah hat, im Gegensatz zu John, eine vermögende Familie, der sie nahe steht.
John und sein Vater (Richard Jenkins, Stiefbrüder, demnächst: Eat Pray Love) sind entfremdet, der Aufenthalt des Sohnes lediglich ein Anstandsbesuch, ein Urlaub. Savannah versucht, zu vermitteln.
John und Savannah verlieben sich Hals über Kopf ineinander und versprechen sich, in Kontakt zu bleiben. Sie schreiben sich Briefe und die Geschichte hätte bald zu einem Happy Ending kommen können, wäre nicht die Katastrophe des 11. September 2001 dazwischengekommen, die John vor eine schwere Wahl stellt: Seine Kameraden verlassen und mit Savannah glücklich sein oder seinen Vertrag verlängern?
Das Leuchten der Stille -- Genre: Drama -- deutscher Kinostart: 06.05.10 -- Länge: 102 Minuten -- FSK: ab 6 Jahren beantragt Drehbuch: Jamie Linden (Sie waren Helden), basierend auf dem Roman von Nicholas Sparks Regie: Lasse Hallström (Hachiko - Eine wunderbare Freundschaft)
Der spannende Erotik-ThrillerChloe fängt an wie ein höchst interessantes Ehedrama: Als der Kunstprofessor David (Liam Neeson, Clash of the Titans, 96 Hours) zu seiner eigenen Geburtstags-Überraschungsparty nicht erscheint, beschleicht seine Frau Catherine ein ungutes Gefühl. Nach über 20 Jahren Ehe ist die Leidenschaft verflogen, ihr Mann küsst sie selten, berührt sie kaum noch. Eine eindeutige SMS auf Davids Handy scheint ihren Verdacht zu bestätigen - David lebt seine Leidenschaft mit einer anderen Frau aus.
Für Catherine ist das eine weitere Niederlage. Ihr geliebter Sohn Michael (Max Thieriot,Jumper) ignoriert die Wünsche seiner Mutter, die seine Freundin Anna (Cameo: Nina Dobrev, Vampire Diaries) nicht im Haus übernachten lassen will. Er schließt sie aus seinem Leben völlig aus. Als Frau über 40 hat Catherine jeden Tag damit zu kämpfen, dass sie, im Gegensatz zu ihrem Mann, nicht mehr als begehrenswert erachtet wird. (Foto rechts: Thieriot, Dobrev)
Die Gynäkologin Catherine (Julianne Moore, A Single Man, demnächst: The Private Lives of Pippa Lee) versucht, einen kühlen Kopf zu bewahren. Kühl wie ihre Praxis, kühl wie ihr teures Glashaus, kühl wie ihre Outfits. Sie beschließt, ihren Mann auf die Probe zu stellen, und heuert dafür Chloe an, eine junge Prostituierte, die sich als Studentin ausgeben soll.
Chloe (Amanda Seyfried,Mamma Mia!, demnächst: Das Leuchten der Stille, Letters to Juliet) trägt ihre Haare offen und gibt sich gerne betont mädchenhaft. Ihre Berichte über David sind detailliert und üben auf Catherine eine seltsame Faszination aus, gegen die sie sich nicht wehren kann. Catherine zu verführen ist für Chloe einfach...
Chloe ist das Remake des französischen Films Nathalie. Die Adaption stammt von Erin Cressida Wilson, die mit dem fabelhaften Secretary bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Obwohl sich die romantische Komödie Secretary mit einem brisanten und sexy Thema befasst (S/M Beziehungen), rutscht es im Gegensatz zu Chloe nie auf Soft-Porno Niveau ab.
Regisseur Atom Egoyan demonstriert drei Dinge sehr eindrücklich: dass es beim Thema Nacktheit im Film keine Gleichberechtigung der Geschlechter gibt, dass nicht jede Schauspielerin zu dieser Art der Ausbeutung bereit ist und dass die, die dazu bereit sind, mit ihrer Bereitschaft die Kreativität hemmen. Statt sich etwas Neues einfallen zu lassen, macht es sich Egoyan leicht und zeigt einfach billige Bilder, die er meint, im Rahmen diesen Films präsentieren zu dürfen. Schwache Leistung. Man muss sich fragen, ob die oft zitierte "europäische Sensibilität" eine Umschreibung für derartige Szenen und als Kompliment gemeint ist - oder eher nicht. (Foto links: Seyfried, Moore)
Chloe wandelt nach kurzer Anlaufzeit auf den Spuren von Fatal Attraction - Eine verhängnisvolle Affäre und gelegentlich meint man, die Filmmusik von Bilitis in den Ohren zu haben. Trotz der Schwächen ist die Story spannend.
Das Ende des Films ist nicht sonderlich zufriedenstellend. Man riecht förmlich die Verzweiflung der Autoren, die ihr Drama hochgedreht haben, nur um sich dann mit einem copout aus der verzwickten Affäre zu ziehen. Schade eigentlich, denn dadurch geht Chloes Kritik am Verhalten des Paares ebenso unter wie Catherines Verzweiflung und Davids Selbstgefälligkeit. Der interessante Anfang wird degradiert zum "Mittel zum Zweck", die Charaktere verkommen zu schemenhaften Figuren. Als erfolgreiches Genre-Mix kann ich das nicht bezeichnen.
Chloe Trailer deutsch
Chloe -- Genre: Drama/Erotik-Thriller -- deutscher Kinostart: 22.04.10 -- Länge: 96 Minuten -- FSK: ab 12 Jahren
Romantiker kommen jetzt voll auf ihre Kosten, denn der Film Young Victoria mit Emily Blunt und Rupert Friend zeigt eine wunderbare Liebesgeschichte und schafft es damit locker in meine Top 10 des Genres. Das Drama gewann einen Oscar für Bestes Kostümdesign, eine Oscar-Nominierung für Bestes Make-Up und eine für Bestes Szenenbild (siehe Oscars). Dass Martin Scorsese seine Finger als Produzent im Spiel hatte, das merkt man (mehr dazu gleich).
Der Film liegt bereits als DVD vor, allerdings nur *in der englischen Originalversion und somit auch ohne deutsche UT*! (Link dahin: The Young Victoria)
Die 17-jährige Victoria von Kent (Emily Blunt, Der Krieg des Charlie Wilson, demnächst: The Adjustment Bureau, Gullivers Reisen) soll Königin von England werden. Wenn es allerdings nach ihrer Mutter, der Herzogin von Kent (Miranda Richardson, Die Gebrüder Weihnachtsmann, demnächst: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes) und ihren "Berater", Sir John Conroy geht, dann soll Victoria eine Erklärung unterschreiben und ihre Mutter an die Macht lassen.
Victoria hasst den gewalttätigen Conroy (Mark Strong, Sherlock Holmes, Kick Ass, demnächst: Robin Hood) abgrundtief und wünscht sich nichts sehnlicher, als ihre Freiheit zu haben. Wenn sie dafür Königin werden muss, dann macht sie eben auch das. Und dann will sie diesen Conroy nie mehr sehen müssen!
Jeder will Victoria beeinflussen, auch Victorias Onkel, König Leopold von Belgien (winzige Nebenrolle: Thomas Kretschmann, Walküre, Zweiohrküken, demnächst: Dschungelkind). Sein Plan: Victoria soll ihren Cousin, seinen Neffen Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha heiraten, dann wird er die beiden Kinder schon richtig anleiten.
Prinz Albert (Rupert Friend, Chéri, demnächst: The Kid, Georgia) wird entsprechend vorbereitet, muss alle Vorlieben Victorias auswendig lernen und soll sie damit beeindrucken und manipulieren.
Doch Albert macht nur ungern einen halbherzigen Versuch. Dem zurückhaltenden Prinzen ist das zuwider. Victoria ist schon gleich klar, dass ihr nach dem Mund geredet wird, und Albert setzt dann einfach alles auf eine Karte und stellt sich ihr so vor, wie er eben ist. Die beiden haben viele Gemeinsamkeiten, fühlen sich beide wie Schachfiguren. Als Victoria vorfühlt, wie Albert sich wohl als Ehemann benehmen würde, spricht er nicht von Kontrolle sondern von Gleichberechtigung. Als sie jedoch mit ihm Walzer tanzen will muss er geknickt zugeben, dass er das nicht kann.
Rupert Friend spielt den schüchternen Albert so glaubwürdig, dass man darüber völlig vergessen kann, dass er in dem misogynistischen und stümperhaften Chéri die Titelfigur spielte, von der man jeden Moment erwartete, sie würde sich als schwul outen. In Young Victoria drücken wir ihm den Daumen, dass er seine Angebetete bekommt.
Doch die lässt ihn zappeln. Er darf der Königin ja keinen Antrag machen, sondern muss darauf warten, dass sie ihm einen macht. Was für eine Tortur! Und auch nicht gerade schmeichelhaft für das zerbrechliche männliche Ego. Hier zeigt sich, wer ein Mann ist.
Emily Blunt hat mit der Rolle der Königin Victoria einen Joker gezogen. Die Figur ist eine intelligente Frau, die ihre Intellligenz nicht nur im Job einsetzt, wie man das in vielen Filmen immer wieder sieht. Victoria hat an Lord Conroy gesehen, was sie nicht will. Sie wirft sich nicht blindlings in eine Beziehung und sie lässt sich auch keinen Ehemann auf's Auge drücken.
Albert und Victoria schreiben sich regelmäßig Briefe, die immer vertrauter werden. Als Königin Victoria ständig ausführlich von ihrem Berater, dem gutaussehenden und als Playboy bekannten Lord Melbourne (Paul Bettany, Iron Man, Die Bienenhüterin, demnächst; Iron Man 2) berichtet, wird Albert von Eifersucht geplagt...
Die Beziehung von Albert und Victoria wird vom ersten Kennenlernen über den ersten Streit bis zum ersten Kind wunderschön präsentiert. Besonders beeindruckt Young Victoria auch mit dem Dialog. Hier wird nicht geschwafelt, nicht alles ausgesprochen. Liebe ist ein Verb, wie Albert mit diversen Aktionen demonstriert, die höchstens mit einem Lächeln von Victoria kommentiert werden. Drehbuchautor Julian Fellowes (Oscar für Gosford Park. Geliebte Lügen, Vanity Fair) ist damit ein weiteres Meisterwerk gelungen.
Der kanadische Regisseur Jean-Marc Vallée (C.R.A.Z.Y. - Verrücktes Leben) hat mit Young Victoria gezeigt, was er kann und zwei weitere Projekte in Vorbereitung. Wir sind schon gespannt.
Einer der Produzenten war wie gesagt Martin Scorsese. Der hat schon öfter erfolgreich wie auch hier mit Produzent Graham King zusammengearbeitet (an Departed - Unter Feinden, Aviator, Gangs of New York). Kostümdesignerin Sandy Powell, die für Young Victoria ihren 3. Oscar (nach Shakespear in Love und Aviator) bekam, hat schon für Scorseses Gangs of New York, Aviator, Departed undShutter Island die Kostüme entworfen und tut das auch bei seinem nächsten Projekt, Die Erfindung des Hugo Cabret (2011).
Die wunderbare Filmmusik komponierte Ilan Eshkeri (Layer Cake, Stardust, Kick-Ass, demnächst: The Kid). Zum Soundtrack bitte auf das Bild rechts klicken).
Hinter der Kamera stand übrigens der Deutsche Hagen Bogdanski(Hilde, Dinosaurier - gegen uns seht ihr alt aus!, Fall 39). Seine Arbeit mit Regisseurin Jodie Foster, The Beaver, hat noch keinen Starttermin.
Young Victoria deutscher Trailer
Young Victoria -- Genre: Drama -- deutscher Kinostart: 22.04.10 -- Länge: 105 Minuten -- FSK: ohne Altersbeschränkung Drehbuch: Julian Fellowes Regie: Jean-Marc Vallée
In ihrem neuen Film Eat Pray Love spielt Julia Roberts (Der Krieg des Charlie Wilson, Valentine's Day, Duplicity) die Hauptrolle der Elizabeth Gilbert, die das dringende Bedürfnis hat, ihr Leben umzukrempeln. Sie verlässt ihren Mann und packt bald die Koffer. Sie steigt aus.
In Italien lernt Elizabeth wieder zu genießen, vor allem das Essen hat's ihr angetan - und der junge David (James Franco, Date Night - Gangster für eine Nacht), mit dem sie eine Affäre beginnt. (Foto: Franco, Roberts)
In Indien steht - wie nicht anders erwartet - Meditation und Spiritualität auf dem Programm (schließlich hatten wir "eat", wir gehen also jetzt zu "pray").
Und was ist mit "love"?
Auf Bali verliebt sich Liz in Felipe (Javier Bardem). Ist das die große Liebe, die ihr das beschert, was ihr in der Ehe gefehlt hat?
In weiteren Rolle sehen wir
- Billy Crudup (Public Enemies)
- Richard Jenkins (Stiefbrüder, demnächst: Das Leuchten der Stille)
- Viola Davis (Glaubensfrage, demnächst: Knight and Day) 0 Sony Pictures Releasing Gmb Eat Pray Love -- Genre: Drama -- deutscher Kinostart: 23.09.10
Drehbuch: Jennifer Salt, Ryan Murphy
Regie: Ryan Murphy