Das interessant besetzte Drama Beim Leben meiner Schwester nimmt sich einer sehr brisanten und aktuellen Frage an, die die Zuschauer spalten wird. Der Film ist die Adaption des gleichnamigen Bestsellers von Jodi Picoult. Buchlink: Beim Leben meiner Schwester
Wer das Buch schon kennt, dem sei gesagt, dass das Ende umgeschrieben worden sein soll.
Story:
Für Sara (Cameron Diaz, Love Vegas, demnächst: The Box) und Brian Fitzgerald (Jason Patric, Im Tal von Elah) bricht eine Welt zusammen als sie erfahren, dass ihre kleine Tochter Kate an Leukämie erkrankt ist. Als kein Familienmitglied helfen kann, gibt's nur eine Lösung: Ein weiteres Kind zeugen, das als Spender passt. Die kleine Anna kommt zur Welt.
Doch über die Jahre wird klar, dass die Krankheit von Kate (Sofia Vassilieva, TV: Medium) nicht so leicht zu kontrollieren ist, wie ursprünglich angenommen bzw. gehofft. Es folgen etliche Eingriffe. Sara hängt ihren Beruf als Anwältin an den Nagel, um sich nur noch um das Kind zu kümmern.
Als die mittlerweile 11-jährige Anna (Abigail Breslin, Die Insel der Abenteuer, demnächst: Zombieland) ihrer Schwester auch noch eine Niere spenden soll, streikt sie. Sie heuert den Anwalt Campbell Alexander (Alec Baldwin) an, um gegen ihre Eltern vor Gericht zu ziehen und ihre medizinische Unabhängigkeit durchzusetzen.
Richterin de Salvo (Joan Cusack, Shopaholic) wird wohl einiges zu hören bekommen, u. a. auch vom dritten Kind der Fitzgeralds, dem sich vernachlässigt fühlenden Jesse (Evan Ellingson, TV: CSI Miami).
Mit dabei: Emily Deschanel (TV: Bones) in der Rolle der Ärztin Dr. Farquard und Thomas Dekker (TV: Heroes, Terminator: Sarah Connor Chronicles) als Patient Taylor.
Beim Leben meiner Schwester (OT: My Sister's Keeper) -- Genre: Drama -- deutscher Kinostart: 27.08.09 -- Länge: 109 Minuten -- FSK: ab 12 Jahren
Drehbuch: Jeremy Leven und Nick Cassavetes, basierend auf dem Roman von Jodie Picoult Regie: Nick Cassavetes
Beim Leben meiner Schwester Trailer
Beim Leben meiner Schwester Besetzung: Sara - Cameron Diaz Brian - Jason Patric Anna - Abigail Breslin Kate - Sofia Vassilieva Jesse - Evan Ellingson Taylor - Thomas Dekker Campbell Alexander - Alec Baldwin Dr. Farquard - Emily Deschanel Richterin De Salvo - Joan Cusack
Ich hätte nicht gedacht, dass mir einmal eine Komödie mit Rob Schneider (Die Bankdrücker, Deuce Bigalow) in der Hauptrolle gefallen könnte, aber Big Stan hat mich eines besseren belehrt. Nicht wirklich verwunderlich, wenn man genauer hinguckt: Das Drehbuch stammt nämlich von Autor Josh Lieb, der an weit über 100 Folgen von The Daily Show mit Jon Stewart mitgeschrieben hat - einer meiner Lieblingssendungen. Big Stan ist das Spielfilmdebut von Autor Josh Lieb und Rob Schneiders Regiedebut. Eine durchaus gelungene Kollaboration, congrats.
In Big Stan findet man ähnlich gelagerten, politisch korrekten Humor mit smarten Seitenhieben (wie in Jon Stewarts Show), der mir sehr zusagt. Lieb hat offensichtlich auch ein Faible für Parodie, was dem aufmerksamen Zuschauer auffallen wird. Zusätzlich gibt's noch Jennifer Morrison (spielt Cameron in Dr. House), wie ich sie noch nie gesehen habe, den kürzlich verstorbenen David Carradine in einer witzigen Rolle, Jackson Rathbone aus Twilight - Biss zum Morgengrauenals Häftling/Stoner und Dan Haggerty (bekannt als Der Mann aus den Bergen) als schwulen Biker.
Nebenbei bemerkt: Prison Break Fans werden bei der Storyline öfters grinsen - eine nette Hommage an die Serie. Leider gibt's weder Szenenbilder mit Jennifer Morrison noch mit Jackson Rathbone, sonst hätte ich sie hier eingestellt. Da hat die Marketing Abteilung aber 'mal sowas von total gepennt, oder? Schließlich will man als Dr. House- und/oder Twilight Fan doch informiert sein. Wenigstens gönnt uns der Trailer einen - viel zu kurzen - Blick auf Morrison und auch Jackson Rathbone ist zu sehen. (Er guckt ganz erschrocken, als der Gefängniswärter die Untersuchung ankündigt und kurz darauf wird er von einem Insassen gegen die Wand gedrückt. Genau, das isser, unser Jasper. Auch in Big Stan um die Nase blass;) .... Und der Trailer wird dem Film auch ('mal wieder) nicht gerecht.
Worum geht's?
Stan Minton (Rob Schneider) ist ein erfolgreicher Anlagebetrüger, der genau weiss, wie er seine Kunden um den Finger wickeln kann. Der erklärten Rassistin, die nicht in der "schlechten, überwiegend afro-amerikanischen" Nachbarschaft Urlaub machen will, verkauft er trotzdem einen Anteil an einer Wohnung denn gegen Sex mit einem solchen Afro-Amerikaner hätte sie ja nun wiederum nichts einzuwenden. Ganz im Gegenteil. Damit hat Josh Lieb genial schon den ersten vorurteilsbehafteten Heuchler vorgeführt und uns gleichzeitig gezeigt, dass Stan Minton ein ganz schlauer Verkäufer ist, der die Schwächen seiner Kunden genau kennt und auszunutzen weiss.
Als Stan für seine Tätigkeiten jahrelang in den Knast soll, verschafft ihm sein Anwalt erst noch 6 Monate Aufschub. Sofort recherchiert Stan, was ihn denn im Knast erwarten könnte. In einer Biker-Kneipe sagt ihm der erfahrene Tubby (Dan Haggerty), dass Stan davon ausgehen muss, vergewaltigt zu werden. Und erklärt auch, dass eine Vergewaltigung ein Akt der Gewalt ist und nichts mit Sex oder Homosexualität zu tun hat. Das ist wirklich gut gemacht und lustig noch dazu. Ich will den Twist dieser Szene nicht spoilen... Nur soviel: damit wird auch noch ein anderes Vorurteil angesprochen.
Sofort quartiert Stan den kettenrauchenden Kampfsportler Der Meister (David Carradine, Foto) in seinem Haus ein und trainiert von früh bis spät. Sehr zum Leidwesen seiner Frau Mindy (Jennifer Morrison, TV: Dr. House, Kino:Star Trek), die sich Hoffnungen auf ein Baby machte. Doch Stan redet ihr das aus, denn er geht ja nur für 3 Jahre in den Knast, was soll man dann mit dem Kind machen, wenn er wieder 'rauskommt? ;) Trotzdem Mindy enttäuscht ist, unterstützt sie ihren Stan, denn der hat bisher noch alles geschafft. Er ist schließlich ein Selfmade-Millionär, er hat 'was drauf.
Zur Sicherheit lässt sich Stan noch den Hintern tätowieren und schon im Bus Richtung Knast macht er gleich auf super-tough nach dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung" und legt sich so ein entsprechendes Image zu. Neuankömmling Robbie (Jackson Rathbone) ist ein Stoner, dem von Anfang die Muffe saust. Stan beschützt ihn vor Übergriffen, auch wenn das angeblich nur ein Resultat seines Selbstschutzes ist.
Dass Big Stan nicht nur eine Aneinanderreihung von witzigen Szenen ist, dürfte wohl jedem Leser inzwischen klar sein. Selbst das Ende des Films ist überraschend und Stan hat tatsächlich etwas gelernt, er hat sich verändert - wie wir das vom Protagonisten in einem guten Film erwarten. Mit dem Thema Homosexualität, das natürlich im Knast unweigerlich zur Sprache kommt, schließlich werden die Häftlinge bunt zusammengewürfelt, wird vorbildlich umgegangen. Damit hätte man sich doch eigentlich ein Prädikat verdient?! Von mir gibt's ein "besonders wertvoll" mit ***** - und deshalb würde ich dem Film auch ein FSK 12 geben.
Meiner Meinung nach ist Drehbuchautor Josh Lieb ein Fan der Serie Prison Break und hat augenzwinkernd einige PB Elemente eingebaut, so als Hommage an die Serie. Dazu gehört u. a. die Storyline um Robbie (Prison Breaker erinnern sich an Tweener Apolski) und ein Modell ähnlich wie das, das damals Michael Scofield für Henry Pope fertiggestellt hat. Auch für Gefängnisdirektor Gasque (Scott Wilson, Junebug, demnächst: For Sale By Owner) spielt ein solches Modell eine sehr wichtige Rolle und es soll für Stan ähnlich wichtig werden wie es das für Michael damals war. Prison Break geek-speak, schon klar... ;) Auch ein Aufstand wird geplant. Ich fand die Hommage echt witzig und gut gemacht und habe mich darüber sehr amüsiert.
Jennifer Morrison als Stans Ehefrau Mindy ist natürlich schon deshalb witzig, weil wir sie als Dr. Cameron ganz anders kennen. Hier ist sie die süße Ehefrau, die auf den ersten Blick vielleicht sehr naiv oder gar Peggy-Bundy-mäßig erscheint, sie hat's aber faustdick hinter den Ohren und vor allem liebt sie ihren Mann. Die Darstellung der Ehe der beiden hat mir sehr gut gefallen.
Seine Rolle in Big Stan war keinewegs David Carradines letzte Rolle. Ganz im Gegenteil, es kommen noch eine ganze Reihe von Filmen mit ihm, die meisten befinden sich noch in der Postproduktion. David Carradine sieht hier ziemlich entspannt aus und scheint Spaß an der Arbeit gehabt zu haben.
Schade, dass Big Stan in nur relativ wenigen Kinos angelaufen ist. Da werden wohl einige Leute noch warten müssen - schlimmstenfalls auf die DVD. Aber es lohnt sich auf jeden Fall. [Weshalb der Film mit einem FSK 16 geschlagen werden musste ist mir nicht ganz klar, auch nicht nach Durchsicht der Einstufungskriterien. Ja, schon klar - what else is new? Hoffnungslos.]
Big Stan Trailer deutsch
Big Stan -- Genre: Komödie -- deutscher Kinostart: 25.06.09 -- FSK: ab 16 Jahren -- Länge: 109 Minuten Drehbuch: Josh Lieb Regie: Rob Schneider
Transformers 2: Die Rache wird Kult. In ein paar Jahren werden wir Video-Abende mit diesem Film veranstalten, um 'mal wieder richtig abzulachen. Vergessen ist die Tortur des Kinobesuchs -- die Enttäuschung über diesen langweiligen Flick, die einfallslose Story, den stellenweise absolut hirnrissigen Dialog (der anscheinend per "Dialog-Generator" erschaffen wurde) und die Regie bzw. Performances der Darsteller. Ausnahme: John Turturro in seiner Rolle als Agent Simmons, der vermutlich nicht auf einen fähigen Regisseur angewiesen ist, um Leistung zu bringen. Besonders aufgeschmissen: Ramon Rodriguez (Das Gesetz der Ehre, demnächst:Die Entführung der U-Bahn Pelham 123) als Leo. Selbst die humoristischen Einlagen von Bumblebee kommen in dieser Folge leider viel zu kurz.
[Dass Megan Fox nur als Eye Candy engagiert wurde, der man so oft wie möglich in den eh schon tiefen Ausschnitt oder auch unter den Rock guckt, muss man wohl nicht extra erwähnen. Sie eignet sich hervorragend für die Promotion des Films und die Medien spielen derzeit wieder supi mit gerade so, als würden sie dafür bezahlt;). Es können gar nicht genug Fotostrecken und/oder Artikel über Megan Fox erscheinen.]
Transformers 2 ist ein Film mit Überlänge. Endlich ist dieses Wort einmal richtig passend, denn man könnte locker 40 - 60 Minuten 'rausschneiden und so das Leiden der Zuschauer etwas verkürzen. Ich hatte Mühe, mich während des nicht enden wollenden Mittelteils dieses Flicks überhaupt wach zu halten (trotz des koffeinhaltigen Getränks und der anscheinend bis zum Anschlag aufgedrehten Klimaanlage des Kinos). Ich kann kaum glauben, dass Transformers 2 nur verhältnismäßig wenig (~ 10 Minuten) länger ist als sein Vorgänger. Vielleicht waren wir beim ersten Teil einfach noch beeindruckt von den Transformers und Decepticons, die wir ja jetzt schon kannten?
Transformers 2 kommt nicht wie ein Film, sondern wie eine Aneinanderreihung von Szenen diverser Handlungsstränge daher, die zusammen kein rundes Ganzes ergeben. Die Drehbuchautoren Ehren Kruger (Die Gebrüder Grimm, Der verbotene Schlüssel), Robert Orci und Alex Kurtzman (beide: Star Trek, Transformers 1) inklusive Michael Bay, der auch nicht unbeteiligt gewesen sein soll, waren wohl besoffen vor Glück über das Honorar für dieses Projekt, anders kann ich mir diese Peinlichkeit nicht erklären.
Michael Bay sollte einen Co-Regisseur anheuern, der sich um die Menschen vor der Kamera kümmert. Alternativ: Nur tolle Schauspieler engagieren. Bay selbst kann zwar Roboter-Kämpfe und Explosionen gut aussehen lassen, aber sobald Menschen vor der Kamera stehen ist wirklich alles zu spät. So manches Low-Budget B-Movie mit unterbezahlten und weitgehend unerfahrenen Darstellern sieht glaubwürdiger aus als viele der Szenen aus Transformers 2 (spontan fällt mir dazu Restraint - Wenn die Angst zur Falle wird ein). Und das hat nix mit den Green-Screen Szenen zu tun. Den Menschen am Schneidepult ist auch die eine oder andere Kleinigkeit entgangen, worüber man bei einem Film mit Produktionskosten von rund $ 200 Millionen nur noch den Kopf schütteln kann.
Story: Sam Witwicky (Shia LaBeouf, Indiana Jones IV, demnächst: New York, I Love You) bereitet sich auf's College vor. Er ist der erste Mensch aus seiner Familie, der diesen Weg gehen wird und seine Eltern sind mächtig stolz. Trotzdem hat Mutter Judy (Julie White, Nanny Dairies) die Krise, weil sie sich nicht von ihrem Sohn trennen will. Vater Ron (Kevin Dunn, Von Löwen und Lämmern) ist da ganz anders drauf, er will endlich mit seiner Angetrauten nach Paris reisen und das Leben genießen.
Sam hat an alles gedacht. Auch daran, wie er die künftige Fernbeziehung mit Mikaela (Megan Fox, New York für Anfänger, demnächst: Jennifer's Body) am Leben erhalten kann - per Video Chat. Das große Problem in dieser Beziehung? Obwohl die beiden schon ein Jahr zusammen sind, hat noch keiner "ich liebe dich" gesagt. Oh je, Riesenkonflikt, der innerhalb dieses Films unbedingt irgendwie zu schmalziger Musikbegleitung gelöst werden muss! Grundgütiger. Es gibt keine Worte um auszudrücken, wie oberlahm die ganze Sam/Mikaela "Storyline" in diesem Film abläuft.
Bevor Sam Richtung College fährt, schüttelt er noch sein altes Hoodie, ein Splitter des alten Allspark Würfels fällt heraus und aktiviert die Decepticons - und Sams Hirn. Im College teilt sich Sam ein Zimmer mit Leo (Ramon Rodriguez), der zusammen mit Fassbinder (Jonathon Trent) und einem anderen Studenten ein Blog über seine Verschwörungstheorien betreibt, auf dem er auch über die Transformers berichtet hat. Schon in der ersten Vorlesung bei Prof. Colan (winziges Cameo von Rainn Wilson, The Rocker, demnächst: Peep World) macht sich Sam mit seinem über-aktiven Superhirn bei Prof. Colan unbeliebt. Übrigens: Prof Colan sehen wir wieder während die End-Credits laufen, also sitzen bleiben;)
Doch das ist nicht wirklich wichtig. Wichtiger ist, dass Leo Sam zu einer Party mitschleppen muss, damit er von Alice (Isabel Lucas) angemacht werden kann und seinen Video-Chat verpasst. Während ich noch überlegte, was um alles in der Welt Alice an Sam finden könnte, kam auch schon die Erklärung - Alicebot....
Dann steht Mikaela vor der Tür und wir schalten in den fünften Action-Gang, in dem die Karre dann endlos hängenbleibt. Der Film bekommt gegen Ende nochmals kurz einen Aufschwung und wird interessant, bis wir dann zum schmalzigen Ende kommen.
Immer wieder, wenn man gerade einen Lacher brauchen kann, tauchen die Eltern Witwicky plötzlich auf. Sie dienen als "running gag", was eine Weile ganz gut funktioniert, irgendwann geht einem aber ihr ständiges plötzliches Auftauchen - wie die Pop-Ups in Kinderbüchern - auf den Nerv. Man sieht förmlich das magere Knochengerüst der Story durchscheinen, echt unterirdisch.
Ein superweiter globaler Kinostart sollte innerhalb der ersten Woche die Kassen füllen und für die üblichen Rekord-Verkündigungen sorgen, die die Zweifler beeindrucken und auch in Woche 2 für Zulauf sorgen werden.
Schon jetzt sind die Gespräche über den Transformers 2 - Die Rache hundert Mal unterhaltsamer und witziger als der Film selbst. Nach dem Motto "wir haben's uns angetan, damit wir dich davor bewahren können" wollen wir auch keine weiteren Worte machen. I took one for the team, yeah. Wo is mein T-Shirt?
Transformers 2 - Die Rache -- deutscher Kinostart: 24.06.09 -- FSK: ab 12 Jahren -- Länge: 150 Minuten. Drehbuch: Ehren Kruger, Alex Kurtzman, Robert Orci (+ Michael Bay) Regie: Michael Bay
US-Kino Top Ten für das Wochenende der 25. KW, 19.06. - 21.06.2009. Endgültige Einspielergebnisse.
Dieses WE gab's zwei weitere große Komödien-Neustarts: Die romantische Komödie Selbst ist die Braut und Year One - Aller Anfang ist schwer. Zwar hielten beide Filme in ähnlich vielen Kinos Einzug (3000+), aber einen Wettkampf lieferten sie sich nicht.
Schon am Freitag lag Selbst ist die Braut (OT: The Proposal) mit Sandra Bullock, Ryan Reynolds und dem fabelhaften Golden Girl Betty White mit $ 12,7 Mios. an der Spitze. Den Samstag davor hatte es schon Previews gegeben, die ganz gut gelaufen sein müssen und die Mundpropaganda anschürten. Sandra Bullock war promo-technisch vor den Prevs unterwegs, auch Betty White war aktiv. In den Tagen vor dem offiziellen Start machte der sympathische Ryan Reynolds die Runde, spielte mit Jimmy Fallon und erzählte David Letterman von dem außergewöhnlichen Hochzeitsgeschenk, das er und Scarlett Johansson von Samuel L. Jackson erhalten hatten. Kam alles supi an und sorgte für jede Menge Gesprächsstoff. Selbst ist die Braut ganz klare # 1 dieses WE.
Year One - Aller Anfang ist schwer ist eine weitere Männer-Komödie aus der Produktionsfabrik Apatow (Ein Mann für alle Unfälle, Stiefbrüder, Ananas Express), in den Hauptrollen Jack Black und Michael Cera. Die "Bibel-Komödie" (O-Ton Jack Black) stieg am Freitag noch mit $ 8,45 Mios. auf Platz 2 ein, rutschte aber Samstag auf Platz 4 ab, wo sie dann auch am Sonntag blieb. Insgesamt für's WE Platz 4.
Die beeindruckende Erfolgsstory der Komödie Hangover mit Bradley Cooper geht weiter, der Film hält sich unglaublich gut mit enorm geringen Verlusten. An seinem dritten WE bekam der verkaterte Testosteron-Trupp weitere Kinos hinzu (insgesamt rund 3550) und überschritt die $ 150 Mios. Bei Produktionskosten von nur $ 35 Mios. ein absoluter Hit. Platz 2.
Der Opa aus Disney/Pixars Oben konnte sich gegen die fellbehangenen Ur-Männer letztlich doch behaupten, obwohl er am Freitag erst einmal auf den 4. Platz abgedrängt worden war. Doch Samstag und Sonntag war wieder Oben Tag, insgesamt für's WE Platz 3. Oben musste kaum Kinos abgeben, läuft auch in seiner 4. Woche noch in über 3800 Häusern.
Die Entführung der U-Bahn Pelham 123 mit Denzel Washington und John Travolta rutschte dieses WE von Platz 3 auf 5, um den Neustarts Platz zu machen. Der Neustart von letzter Woche verlor über 48 %, was in dieser Woche einer der höchsten Verluste unter den Top Ten ist. Auch Nachts im Museum 2 rutschte zwei Plätze, jetzt auf Platz 6. Die Fantasy-Komödie mit Ben Stiller nahm in Woche 5 die 150-Millionen-Hürde, liegt weltweit bei über $ 350 Mios. Verluste hier nur rund 19 %.
Star Trek mit Zachary Quinto und Chris Pine ist der einzige Film in den Top Ten, der keinen Verlust, sondern ein Plus von 1 % machte, trotzdem er über 300 Kinos abgeben musste und derzeit nur noch in rund 2300 Kinos läuft. Star Trek hielt in seiner 7. Woche am 7. Platz von der Vorwoche fest, marschiert mittlerweile Richtung $ 250 Mios. Weltweit liegt Star Trek derzeit bei über $ 350 Mios.
Die fast vergessene Welt mit Will Ferrell musste in Woche 3 knapp unter 600 Kinos abgeben, läuft also noch in rund 2950. Die Fantasy/Sci-fi Komödie baut rasant ab (über 51 %). Im deutschen TV wurde am WE Verliebt in eine Hexe mit Ferrell wiederholt, was in diesem Zusammenhang irgendwie ironisch anmutet. Platz 8 für dieses Sorgenkind.
Auch Eddie Murphy mit seinem Familienfilm Imagine That - Die Kraft der Fantasie hat nicht wirklich viel zu lachen. Bei der Promo zu diesem Film meinte er, er würde gerne in einem Biopic über Richard Pryor mitspielen und wie's ausschaut wird daran bereits gearbeitet. Eine Pause von Familienfilmen/Komödien wäre wohl gar nicht so verkehrt. Imagine That in Woche 2 auf Platz 9.
Für Terminator 4 - Die Erlösung mit Christian Balewird die 5. Woche wohl auch die letzte Woche in den US Top Ten sein. Über 700 Häuser wurde er los, läuft jetzt nur noch in knapp über 1900 Kinos, die Verluste halten sich mit rund 31 % sehr im Rahmen. Mit dem Erscheinen des unglaublich hochgehypten Transformers 2, das nächste Woche in verrückt vielen (4000+) Kinos anlaufen wird, wird's für Terminator wohl noch enger werden.
Wie erwartet ist Sam Raimis Horror Drag Me to Hell in seiner 4. Woche schon nicht mehr in den Top 10 vertreten (Platz 12).
Man darf gespannt sein, wie sich nächstes WE das Drama Beim Leben meiner Schwester mit Cameron Diaz platzieren wird und ob Hangover die 200 Mios. nimmt.
Hauptdarsteller Jack Black bezeichnete Year One - Aller Anfang ist schwer als "Bibel-Komödie", die sich über das gesamte Buch Genesis hermacht.
Wenn wir hören, dass der sympathische Paul Rudd (Nie wieder Sex mit der Ex, Nur über ihre Leiche, Vorbilder?!) darin die Rolle des Abel spielt, dann wird uns schon gleich ganz traurig. Kaum anzunehmen, dass er seinen Bruder Kain (David Cross) überleben wird, oder?
Trefft Eure Vorfahren! Die waren beide Männer...? Jack Black spielt Zed, den nicht ganz so tollen oder ambitionierten Jäger und Michael Cera (Nick und Norah - Soundtrack einer Nacht, demnächst: Paper Heart) spielt Oh, der sich als Sammler betätigt. Diese Aufteilung kommt uns doch auch irgendwie bekannt vor...
Selbst der Apfel vom Baum der Erkenntnis scheint auf Zed keine Auswirkung zu haben, doch die beiden Genesis-Loser machen sich auf den Weg, um die (Bibel-) Welt zu erforschen und reisen so quasi durch die Geschichte.
Mit dabei: Olivia Wilde (TV: Dr. House), Christopher Mintz-Plasse (Vorbilder?!), Hank Azaria (Run Fatboy Run), Juno Temple (Wild Child), u. a.
Year One - Aller Anfang ist schwer -- Genre: Komödie -- US-Start: 19.06.09, deutscher Kinostart: 27.08.09 --FSK: ab 6 Jahren beantragt Drehbuch: Harold Ramis & Gene Stupnitsky & Lee Eisenberg Regie: Harold Ramis