19.04.2010

Cop Out Kritik + Trailer - Willis, Morgan

Cop Out - Geladen und entsichert ist der Titel der neuen Action-Komödie mit Bruce Willis und Tracy Morgan als Detectives, die schon seit 9 Jahren zusammenarbeiten. Der anhängliche Paul Hodges (Morgan) schenkt Jimmy Monroe (Willis) zu diesem Anlass eine Karte - das ist so gar nicht Jimmys Ding, der gibt lieber den harten Kerl. Die beiden kabbeln sich fortwährend, aber wenn's drauf ankommt, dann sind sie füreinander da.

Als ein Einsatz daneben geht, werden die beiden für 4 Wochen suspendiert - was sie nicht davon abhält, den mexikanischen Drogenbaron Poh Boy (Guillermo Diaz, TV: Weeds), wegen dem sie in den Schlamassel geraten sind, auf eigene Faust dingfest machen zu wollen.

Jimmy steckt auch privat in der Klemme. Seine Tochter Ava (Michelle Trachtenberg, 17 Again, TV: Gossip Girl) will heiraten und träumt von einer teuren Hochzeit, die sich der Brautvater nicht leisten kann. Seine Ex-Frau hat wieder geheiratet, und zwar einen gut situierten Mann, der Paul ständig ärgert und auch noch vorschlägt, für Avas Hochzeit zu bezahlen - was Jimmy auf keinen Fall zulassen will. (Die Familien-Dynamik erinnert an 96 Hours).

Als Jimmy seine kostbare Baseball-Sammlerkarte verkaufen will, um für Avas Hochzeit zahlen zu können, wird der Laden von Dave (Seann William Scott, Vorbilder?! ) überfallen und die Karte wird Teil der Beute. Nun haben Jimmy und Paul zwei Ziele: Poh Boy verhaften und die Karte zurückholen. Ihre unsympathischen Kollegen Hunsaker (Kevin Pollak) und Mangold (Adam Brody, Jennifer's Body, TV: OC California) weihen sie in ihr Vorhaben nicht ein.

Auch Paul hat ein Problem: seine Eifersucht. Ganz egal, was seine Frau Debbie (Rashida Jones, Trauzeuge gesucht) sagt oder tut, Paul macht sich Sorgen und greift zu drastischen Mitteln.

Zwar wartet der witzige Cop Out - geladen und entsichert auch mit einer Menge Humor von der Sorte auf, die mir überhaupt nicht zusagt (siehe Trailer 2), aber das ist noch lange nicht alles, was der Film zu bieten hat. Die Freundschaft zwischen Paul und Jimmy kann völlig überzeugen und auch die Handlung ist gut ausgefeilt und macht Sinn, ohne konstruiert zu wirken (Der Autor von Date Night - Gangster für eine Nacht könnte davon lernen). Ab und an sieht man einen Gag zwar schon kommen, aber das fällt bei Cop Out nicht weiter in's Gewicht.

Guillermo Diaz ist zumindest den Fans der TV-Serie Weeds ein Begriff, in der er den Drogenhändler Guillermo spielte. Gang-Leader Poh Boy ist trotz seines witzigen Namens ein knallharter Kerl, der für einen Berg Leichen sorgt. Diaz ist exzellent und trägt wesentlich dazu bei, dass Cop Out unterhaltsam ist. Zur Zeit spielt er einen Krankenpfleger in der US-Serie Mercy, aber wir werden ihn hoffentlich bald in weiteren Filmen sehen können.

Tracy Morgans Figur Paul ist zwar seiner Figur aus 30Rock sehr ähnlich, aber durch Pauls sympathische Eigenschaften weit weniger nervig und - einfach süß. Bruce Willis schüttelt den coolen Cop eh' aus dem Ärmel. Das schwächste Glied ist die Figur des Dave. Seann William Scott hatte in Vorbilder?! eine weit spannendere Rolle, hier sorgt er nur für derben Humor.

Kevin Smith (Chasing Amy, Clerks, Dogma, Zack and Miri Make a Porno) hat hier nur als Regisseur fungiert, das Drehbuch stammt von den Brüdern Robb und Mark Cullen, die sich bisher nur mit TV beschäftigt haben. Im Vergleich zu Date Night ist Cop Out der witzigere Neustart der Woche mit einer ausgefeilteren Story.

Cop Out - Geladen und entsichert Trailer
(deutsch)



Cop Out - Geladen und entsichert Trailer 2 (deutsch)




Cop Out - Geladen und entsichert -- Genre: Komödie, Action -- deutscher Kinostart: 15.04.10 -- Länge: 107 Minuten -- FSK: ab 16 Jahren
Drehbuch: Robb Cullen & Mark Cullen

Regie: Kevin Smith
(Zack & Miri Make A Porno)

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18.04.2010

Kritik: Date Night - Gangster fuer eine Nacht

Die romantische Action-Komödie Date Night - Gangster für eine Nacht erzählt die Geschichte der verheirateten Langweiler Claire (Tina Fey, Baby Mama) und Phil Foster (Steve Carell, Get Smart, demnächst: Dinner für Spinner), deren Ehe nur noch eine überwiegend sexlose Routine ist. Sie singt ständig das "ich bin ja so müde, da überforderte Mutter" Lied und er fühlt sich von ihr nicht als Mann wahrgenommen.

Aus Angst, dass ihre Ehe vor dem Scheidungsrichter enden könnte, genehmigen sich die beiden regelmäßg eine Date Night, die aber lediglich eine weitere Routine ist. Auch heute würde sie wieder völlig ereignislos verlaufen, würden sich die Fosters nicht in einem angesagten Restaurant für die Tripplehorns ausgeben, um den für diese reservierten Tisch zu ergattern.

Dumm nur, dass die Tripplehorns von Profi-Killern verfolgt werden, da sie im Besitz eines Flash Drives sind, der kompromittierendes Material enthält. Den Beteuerungen der Fosters, dass sie nicht die Tripplehorns sind, glaubt natürlich keiner. Sie müssen vor den Killern flüchten...

Eigentlich sind solche Filme, deren Protagonisten aus ihrem normalen Umfeld gerissen werden und sich in einer ihnen völlig fremden Welt behaupten müssen, dazu gedacht, dass sich die Hauptfiguren beweisen, über sich hinauswachsen und bei der Gelegenheit längst vergessene Eigenschaften und/oder Träume ausbuddeln, so dass wir sie in einem völlig neuen Licht sehen und sie selbst eine Erfahrung machen, die ihr Leben völlig verändert. Nicht so in Date Night - Gangster für eine Nacht.

Drehbuchautor Josh Klausner (The 4th Floor - Haus der Angst, demnächst: Shrek 4 - Für immer Shrek) besteht darauf, dass die langweiligen Fosters völlig okay sind und deshalb auch langweilig bleiben dürfen. Zwischendurch rutscht er genau deshalb auch von der romantischen Action-Komödie ab in's Reich des Spoofs (einer romantischen Komödie), wenn Phil und Claire - die ja auf der Flucht sind - über ihre 08/15 Eheproblemchen reden. Leider beweist Klausner null Talent für spritzigen, witzigen Dialog oder die Entwicklung seiner Figuren. Diese bleiben eindimensional und die Story verkommt mehr und mehr zu einem Malen-nach-Zahlen Bild, bei dem man die Zahlen durscheinen sieht. Im Vergleich damit schneidet sogar der thematisch sehr ähnliche, kürzlich angelaufene Kautions-Cop noch besser ab.

Schade um die beeindruckende Riege an Stars, die im Laufe des Films auftauchen. Mark Wahlberg (Happening, Helden der Nacht, ) darf wenigstens kurzfristig als Running Gag herhalten und sorgt für einen der wenigen Lacher. Auch Mila Kunis (Nie wieder Sex mit der Ex, Max Payne ) und James Franco (Ananas Express, demnächst: Eat Pray Love, Howl) schaffen es, als die wahren Tripplehorns Date Night für wenige Minuten aus dem Koma zu holen und zu amüsieren. Leider unterstreicht diese Unterbrechung nur, wie unlustig und einfach nur lahm der Film ist. Der wunderbare William Fichtner (Prison Break) ist in seinem Cameo als schmutziger Staatsanwalt natürlich völlig verschwendet, genau wie Ray Liotta (Crossing Over), bei dessen Anblick die Zuschauer schon gleich wissen, welche Rolle er spielt (den Schurken, was sonst?). Für den Fall, dass sich auch junge Filmfans in den Film verirren, läuft noch Leighton Meester (Gossip Girl) durch's Bild.

Regisseur Shawn Levy, der hier zusätzlich auch als Produzent fungierte, zeigt keinerlei Gespür für das für eine Komödie enorm wichtige Timing. Szenen, die nicht funktionieren, dauern und dauern und dauern so schmerzhaft lange an, dass man sich (je nach Temperament) entweder die Kugel oder die Kante geben will. Wenn man bedenkt, dass der Film nur 88 Minuten dauert, dann fragt man sich, ob's an Klausners Drehbuch lag, ob das vielleicht einfach zu dünn war, so dass Levy gestreckt hat?

Dass Tina Fey und Steve Carell genug Star Power (und nicht nur große Egos) haben, um zusammen die Kinosäle ordentlich zu füllen, glaube ich nicht. Date Night - Gangster für eine Nacht hat außer diesen beiden TV-Stars (30 Rock und The Office) aber nicht genug zu bieten, um für positive Mundpropaganda zu sorgen.

Date Night - Gangster für eine Nacht Trailer



Date Night - Gangster für eine Nacht -- Genre: romantische Komödie/Action Komödie -- deutscher Kinostart: 15.04.10 -- Länge: 88 Minuten -- FSK: ab 12 Jahren
Drehbuch: Josh Klausner
Regie: Shawn Levy

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08.04.2010

Sex and the City 2 - Trailer, Soundtrack, Infos

Am 27.05.10 sehen wir sie endlich wieder - Carrie, Samantha, Charlotte und Miranda in Sex and the City 2.

2 Jahre sind vergangen seit wir im ersten Sex and the City Film gesehen haben, wie Carrie Bradshaw (Sarah Jessica Parker, Haben Sie das von den Morgans gehört?) endlich ihren Mr. Big (Chris Noth, derzeit im TV in Good Wife zu sehen ) geheiratet hat, seit Samantha (Kim Cattrall) sich völlig unverständlicher Weise von ihrem perfekten Traummann Jerry "Smith" Jerrod getrennt hat, seit Charlotte (Kristin Davis) ihre erste leibliche Tochter Rose bekam und seit Miranda (Cynthia Nixon) ihrem Steve den einmaligen Seitensprung vergeben hat.

Auch in Sex and the City 2 springen wir 2 Jahre weiter. Wie wir im Trailer (unten) sehen, läuft Carrie im Urlaub mit den Freundinnen ihrem Ex Aiden Shaw (John Corbett, demnächst: Ramona und Beezus) über den Weg und anscheinend sprühen Funken. Wenn ich mich nicht irre, dann sahen wir Aiden zuletzt in der Sex and the City Serie -- mit Kind. Dafür scheint Mr. Big mit Carmen (Penélope Cruz, Nine) zu flirten...

Meine Hoffnung, dass sich Samantha mit Smith Jerrod (Jason Lewis) aussöhnt, scheint ein aussichtsloser frommer Wunsch zu bleiben. Statt dessen himmelt sie Rikard Spirit (Max Ryan, Death Race) an und kämpft mit der Menopause.

Die zwei besten schwulen Freunde sind auch wieder dabei: Carries Stanford (Willie Garson, Kein bisschen schwanger) und Charlottes Anthony (Mario Cantone, demnächst: Dirty Movie) und deren beste Freundin - Liza Minelli. Höre ich da Hochzeitsglocken?

Auch dieses Mal gibt es wieder ein Buch zum Film -- Sex And The City 2: Das offizielle Buch zum Film

Der Sex and the City 2 Soundtrack ist entsprechend interessant mit Titeln von u. a. Alicia Keys (Rapture, Empire State Of Mind), Dido (Everything To Lose), Cindy Lauper (True Colors), Ms. Liza Minelli (Single Ladies (Put A Ring On It), Ev'ry Time We Say Good-Bye) und den Hauptdarstellerinnen Cynthia Nixon, Kim Cattrall, Sarah Jessica Parker und Kristin Davis (I Am Woman).

Link zum Soundtrack: Sex and the City 2

Sex and the City 2 -- Genre: romantische Komödie -- deutscher Kinostart: 27.05.10 -- Länge: 146 Minuten -- FSK: ab 12 Jahren

Sex and the City 2
Trailer deutsch




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07.04.2010

Der Kautions-Cop Kritik + Trailer - Aniston, Butler

In Der Kautions-Cop spielt Jennifer Aniston (Marley & ich) die Reporterin Nicole Hurley, die einen Gerichtstermin sausen lässt, weil sie einer Story auf der Spur ist.

Ihr Ex-Ehemann, der Ex-Cop Milo Boyd (Gerard Butler, Die nackte Wahrheit), arbeitet inzwischen als Kautions-Cop und bekommt den Auftrag, Nicole schnell zu finden und hinter Gitter zu bringen. Ein Auftrag, den er nur zu gerne annimmt, denn Milo und Nicole sind immer noch zerstritten.

Die widerspenstige Nicole versucht mit allen Mitteln, Milo zu entkommen. Der wird aber bald in die Story, an der Nicole arbeitet, hineingezogen und beide bringen sich in Gefahr. Die beiden arbeiten gut zusammen, was zu einem klärenden Gespräch, einer Misinterpretation und dann, wie nicht anders erwartet, zur Versöhnung führt.

Da Der Kautions-Cop eine romantische Komödie sein soll, folgt er den bekannten "sie kriegen sich (fast) - sie trennen sich - sie kommen doch wieder zusammen" Punkten. Allerdings erwarten die Zuschauer, dass Funken sprühen und dass es knistert. Der Film kommt eher 'rüber wie eine leidlich lustige Komödie, in der die Protagonisten zufälligerweise einmal verheiratet waren, damit sie einen Grund haben, sich von Anfang an nicht grün zu sein.

Die Entwicklung der Liebesgeschichte ist schon gelaufen - ohne uns. Der Kautions-Cop ist meilenweit von dem spannungsgeladenen und witzigen Mr. & Mrs. Smith entfernt. Es hilft nicht gerade, dass Milo zuerst als Caveman vorgestellt wird, der jede Menge unangenehme und vor allem höchst unappetitliche Angewohnheiten hat. Wem will man diesen Höhlenmenschen denn antun? Die Romantik muss man sich größtenteils denken, sie liegt in der gemeinsamen Vorgeschichte der Figuren. Die hätte man zwar wenigstens via Flashbacks einbauen können, aber das hat man nicht getan. Statt dessen wird sie uns erzählt. Eine Entschuldigung hier, ein Telefongespräch mit Mutter Hurley (fabelhaft wie immer aber leider nur winziges Cameo: Christine Baranski, Mamma Mia! derzeit TV: Good Wife) da reichen nicht aus.

Wir sollen einfach glauben, dass Milo und Nicole einmal verrückt nacheinander waren und auch, dass ein Aufwärmen der Beziehung eine gute Idee wäre. Sorry, aber sogar Trennung mit Hindernissen (mit Jennifer Aniston und Vince Vaughn) hat das besser hingekriegt als diese einfallslose Aneinanderreihung recht schwacher Szenen.

Regisseur Andy Tennant (Ein Schatz zum Verlieben) hat aus der sehr mittelmäßigen Geschichte noch nicht einmal das herausgeholt, was man hätte herausholen können. Das fiel besonders bei einer Verfolgungsjagd auf einem Golfplatz auf. Diese ist an sich schon nicht sonderlich interessant und deshalb eine Herausforderung. Die ganze Inszenierung hat absolut nichts getan, um sie wenigstens witzig zu präsentieren. Da hat sich z. B. Lasse Hallström mit seinen witzig-süßen Bildern und interessanten Blickwinkeln bei Hachiko mehr einfallen lassen.

Der Kautions-Cop Trailer (deutsch)




Der Kautions-Cop -- Genre: Komödie/romantische Komödie -- deutscher Kinostart: 01.04.10 -- Länge: 111 Minuten -- FSK: ab 12 Jahren
Drehbuch: Sarah Thorp (Twisted - Der erste Verdacht, TV: Hawthorne)
Regie: Andy Tennant

Anderer Neustart der Woche: Gesetz der Straße
TV: Dr. House 6 -- Grey's Anatomy 6 -- Private Practice 3 -- Good Wife -- Gossip Girl 2

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02.04.2010

Gesetz der Strasse Kritik - mit Gere, Hawke, Cheadle

Das Gesetz der Straße mit Richard Gere, Ethan Hawke und Don Cheadle ist ein überlanger Cop-Thriller, dessen wenig originelle Story durch großartige Darsteller auf ein erträgliches Niveau gebracht wird. Das Drehbuch stammt vom Neuling Michael C. Martin, dem anscheinend kein Klischee zu abgedroschen und kein Leichenberg zu hoch ist. Regie führte Antoine Fuqua (Training Day, Shooter).

In Gesetzt der Straße geht's um drei Cops und ihre Konflikte:

Eddie (
Richard Gere, Das Lächeln der Sterne, Hachiko - Eine wunderbare Freundschaft) ist ein völlig ambitionsloser Streifen-Cop, der die Tage bis zu seiner Pensionierung zählt. Sieben Tage muss er noch arbeiten. Eddie ist Alkoholiker, was unter den Kollegen kein Geheimnis ist. Trotz seiner wenig beeindruckenden Karriere und seines Protests wird Eddie dazu auserkoren, Berufsanfänger mit auf Streife zu nehmen und als Mentor zu fungieren. Einer der Neulinge ist Eddie Quinlan (Jesse Williams, Grey's Anatomy), der sich bei einem Einsatz in Schwierigkeiten bringt. (Foto rechts: Gere und Williams)

Quinlan soll uns demonstrieren, wie Eddie am Anfang seiner Laufbahn drauf war. Eddie zeigt uns, was wohl dazu beigetragen hat, dass er auch nach 22 Jahren Polizeidienst noch Streife fährt: Er lässt sich von seinen Vorgesetzten nicht für politische Zwecke missbrauchen, er weigert sich, die Presse zu manipulieren. Eigentlich ist das alleine schon eine Heldentat, doch ist es nicht die letzte, die wir von Eddie sehen. Leider ist er aber zusätzlich noch einer der Cops, die regelmäßig Prostituierte frequentieren. Eddie geht sogar so weit, dass er mit Chantel (Shannon Kane) ein neues Leben anfangen will.

Als Eddie Chantel das Titellied aus Sea of Love - Melodie des Todes (mit Al Pacino und Ellen Barkin in den Hauptrollen) vorsingt, wünschte ich mir, wir könnten die Zeit zurückdrehen. 1990 ist eben schon 20 Jahre her - damals waren die Storylines, die hier präsentiert wurden, noch frisch... Trotzdem die Figur des Eddie so klischeebeladen ist, ist er und seine Geschichte noch am interessantesten. Richard Gere kann als desillusionierter Cop genauso überzeugen wie als Hundeliebhaber in Hachiko.

Tango (Don Cheadle, Das Hundehotel, demnächst: Iron Man 2) arbeitet seit drei Jahren als Undercover-Cop im Drogenmilieu und will endlich dort 'raus. Er hat es satt, rund um die Uhr sein Leben zu riskieren und seine Frau nicht sehen zu dürfen. Er will endlich seine Beförderung bekommen, er will normale Arbeitszeiten haben. Er will einen Schreibtisch-Job. Hinzu kommt, dass sein alter Freund Caz (Wesley Snipes) aus dem Knast entlassen wurde und wieder aktiv in der Szene tätig ist. Das bringt Tango in einen Interessenkonflikt, mit dem er nicht leben kann. Doch seine Vorgesetzten vertrösten ihn. Auch Agent Smith (cameo: Ellen Barkin) behandelt Tango wie eine Schachfigur. (Foto links: Cheadle und Snipes)

Cheadle ist toll als Tango und Wesley Snipes hat den Gangster drauf, das wissen wir. Stellenweise wird's hier ganz interessant, aber gerade dann, wenn man wirklich gespannt auf die Weiterentwicklung wartet, wird einfach geschossen. Man fragt sich langsam, ob Shakespeare heute noch begeistern könnte....

Sal (Ethan Hawke, Tödliche Entscheidung, New York, I Love You, demnächst: Daybreakers) gehört zu einer Spezialeinheit, die sich um den Drogenhandel kümmert. Eine Figur wie ihn haben wir schon gefühlte Tausend Mal gesehen: Er hat eine schwangere Frau, die noch dazu krank ist, und ein viel zu kleines Haus voller Kinder. Er muss mit seiner Familie dringend in ein anderes Haus umziehen, kann sich das aber nicht leisten. Sal tut, was jeder Klischee-Cop seiner Art tut: Er sucht Drogenhändler nur noch, um ihnen die Kohle abzunehmen.

Leider nimmt sich Gesetz der Straße viel zu viel Zeit, um uns die Figur des Sal und seine Situation vorzustellen. Wir kennen das alles schon, Martin ist nichts neues zu dem Thema eingefallen. Hawke hat damit die undankbarste der drei Hauptrollen. Nur gut, dass er eine Intensität zu Tisch bringt, die uns das fast vergessen lässt. Fast. Seine letzte Szene allerdings ist derart lächerlich, seine Figur verhält sich strohdumm und das ganze Drumherum ist so albern, dass man sich nach zwei Stunden Kino verarscht fühlt.

Die Filmmusik zu Gesetz der Straße (OT: Brooklyn's Finest) stammt von Marcelo Zarvos (Der gute Hirte) - (reinhören: Brooklyn's Finest)



Gesetz der Straße Trailer




Gesetz der Straße -- Genre: Drama/Thriller/Action -- deutscher Kinostart: 01.04.2010 -- Länge: 133 Minuten -- FSK: ab 16 Jahren
Drehbuch: Michael C. Martin (Erstling)
Regie: Antoine Fuqua (Training Day, Shooter)

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