27.03.2010

Remember Me Kritik - mit Robert Pattinson

Das Drama Remember Me mit Robert Pattinson (Twilight 1 - 4) beschäftigt sich mit dem Thema Trauer und welche Auswirkungen ein Todesfall auf die hinterbliebenen Familienmitglieder haben kann. Fans von Robert Pattinson sollten zwar wissen, dass es sich hierbei nicht um einen Liebesfilm (und schon gar nicht um einen mit einem Happy End) handelt, aber können sich freuen, dass Pattinson im Mittelpunkt steht und in diesem Film gute Arbeit leistet. (Update: dafür wurde er jetzt mit einem Teen Choice Award belohnt!)

Jetzt ist die DVD da! Link: Remember Me - Lebe den Augenblick

1991 musste die damals 11-jährige Ally Craig miterleben, wie ihre Mutter (Martha Plimpton, TV: Good Wife) erschossen wird. Zehn Jahre später ist ihr Vater, der Polizist Neil Craig (Chris Cooper, Married Life, Enttarnt), immer noch überfürsorglich und würde seine erwachsene Tochter am liebsten rund um die Uhr beschatten lassen. Ally hat für das Verhalten ihres Vaters Verständnis und gelernt, ihm nicht immer die Wahrheit zu sagen.

Auch Tyler Hawkins (Robert Pattinson) musste schon einen Verlust hinnehmen. Vor sechs Jahren brachte sich sein Bruder Michael um. Da sich Tylers Vater Charles (Pierce Brosnan, Mamma Mia!, Ghost Writer) seither in seine Arbeit stürzt und seine Kinder völlig vernachlässigt, kümmert sich Tyler rührend um seine kleine Schwester Caroline (Ruby Jerins).

Tyler steckt immer noch in der Wut-Phase der Trauer fest, die sich mit einer Ladung Zorn auf seinen Vater mischt. Da kommt ihm eine Schlägerei gerade recht. Tyler und sein Kumpel Aidan (Tate Ellington, TV: Good Wife) werden verhaftet, Tylers Vater zahlt die Kaution. Aidan kommt auf die Schnapsidee, es dem Polizisten heimzuzahlen. Tyler spricht dessen Tochter Ally (Emilie de Ravin, Public Enemies, TV: Lost) an und bald sind die beiden ein Liebespaar. Das war zwar nicht der Plan, aber er macht sich darüber keine Gedanken und lebt den Moment... (Foto: Robert Pattinson, Emilie de Ravin. © 2009 Concorde Filmverleih GmbH)

Remember Me ist einer dieser Filme, die man trotz all ihrer Mängel mögen will. An den schauspielerischen Leistungen der Beteiligten ist absolut nicht auszusetzen. Wenn da nur nicht das Drehbuch (von Neuling Will Fetters) wäre, das nicht nur Drama, sondern D-R-A-M-A! liefert und ein paar Revisionen von gut entfernt ist. Die Plotpunkte sind laut und fühlen sich oft arg konstruiert an und das Ende ist ähnlich reißerisch wie der (da noch sehr effektive) Anfang. Echt schade drum. Die Figuren haben nämlich viel Potenzial, das man nicht nutzt. Statt dessen werden sie in Klischees erstickt. Aus Remember Me hätte man gut eine Love Story (ich meine den Film mit Ali McGraw und Ryan O'Neil) für die Gegenwart machen können.

Positiv bewerten kann man die Sets. Hier werden uns nicht schöne und große Wohnungen präsentiert, die sich in New York keine der Hauptfiguren würde leisten können, sondern erstaunlich authentisch aussehende Räume. Das hat was, das schafft Atmosphäre.

Der Remember Me Soundtrack liefert Titel von Lucious Jackson, Ani diFranco etc. und entspricht somit dem Drehbuch;) (Link: Remember Me). Was viel besser zur Grundstimmung der Story passt ist die Klaviermusik von The Soundtrack Masters (Link: Remember Me).

Remember Me -- Genre: Drama -- deutscher Kinostart: 25.03.10, DVD-VÖ: 30.08.10 -- FSK: ab 12 Jahren
Drehbuch: Will Fetters
Regie: Allen Coulter (Die Hollywood-Verschwörung, sonst nur TV)

Remember Me Trailer deutsch



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Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Als ich ins Kino ging, stellte ich mich auf einen SchnulzenAbend ein. Jedoch wurde nichts daraus.
Am Anfang hatte ich keinen Plan wer was wie wo. Weil der Film zuerst in einer früheren Zeit spielt. In der Pause klärten wir uns dan gegenseitig auf und es ging wieder.
Der Anfang war sehr brutal.
Der Schluss ist so unerwartet, dass Tränen kullerten.
Viel Spass!!

Anonym hat gesagt…

Das Ende war ja wirklich vollkommen unerwartet.
Bei mir kullerten auch tränen. Als alle Menschen aus ihren Autos und Häusern stürzen um zu sehen was geschieht, wieso "lächelt" der Vater als er zum Himmel schaut ? und was hat es genau mit dem Sprichwort auf sich.

"Fast alles, was Du tust, ist letzten Endes unwichtig...
Aber es ist wichtig, dass Du es tust"
von Mahatma Gandhi

lg merle