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11.03.2010

Wall Street 2 - Kinostart verschoben

Nächsten Monat schon sollte Oliver Stones Fortsetzung Wall Street 2 - Geld schläft nicht mit Michael Douglas, Shia LaBeouf (Transformers 2 - Die Rache) und Carey Mulligan (An Education) in die Kinos kommen (Bericht). Daraus wird nun allerdings nichts, wir müssen uns bis zum 30. September 2010 gedulden (UPDATE: erneut verschoben...) wir müssen jetzt sogar bis zum 21.10.2010 warten! (vorläufiger US-Kinostart: derzeit noch für den 24.09.2010 angekündigt....).

Natürlich macht die Nachricht gleich skeptisch, denn für gewöhnlich geht's bei solchen Terminverschiebungen um reshoots, um schlecht gelaufene Probe-Screenings oder schlicht und einfach darum, dass der Film nicht rechtzeitig fertiggestellt werden kann. Was ist hier der Fall?

Angeblich nichts davon. Wie jetzt? Weshalb zum Teufel müssen wir 5 Monate länger auf ein Wiedersehen mit dem frisch aus dem Knast entlassenen Gordon Gekko (Michael Douglas) warten?

Berichten zufolge soll Wall Street 2 - Geld schläft nicht beim diesjährigen Filmfestival in Cannes groß vorgestellt werden. Das findet bekanntlich im Mai statt. (siehe auch Update im nächsten Absatz....)

Im Sommer rennen dann wieder 11 Männer einem Ball hinterher und dürfen sich am Ende einer langen Liste von Spielen Weltmeister nennen. Weil während dieser Zeit die Kinos (zumindest in etlichen Ländern) weniger gut besucht sind und dann ja auch noch andere große Produktionen im August in die Kinos drängen, und weil Wall Street 2 einen globalen Start bekommen muss, hat man den deutschen Kinostart auf den 30. September 2010 gelegt. (Update:  Die erneute Verschiebung auf den 21. Oktober zieht die Frage nach sich, ob sich der US-Start auch noch ändern wird? Und ob die eher lauwarmen Reaktionen in Cannes etwas damit zu tun haben könnten?)

Okay, die Uraufführung in Cannes ist so mit die dämlichste Begründung, die man sich denken kann. Wegen Cannes Wall Street 2 aufhalten? Für einen kleinen Film macht sowas ja viel Sinn, aber... Auf das Wiedersehen mit Gordon Gekko sind bzw. waren wir schon gespannt... (Foto rechts: Michael Douglas als Gordon Gekko in Wall Street. Foto (c) Twentieth Century Fox)

Ärgerlich. Bleibt uns wenigstens Zeit, uns nochmals den ersten Film auf DVD anzuschauen, der inzwischen neu aufgelegt wurde .(Link zur DVD: Wall Street)

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25.06.2009

Transformers 2: Die Rache Kritik

Transformers 2: Die Rache wird Kult. In ein paar Jahren werden wir Video-Abende mit diesem Film veranstalten, um 'mal wieder richtig abzulachen. Vergessen ist die Tortur des Kinobesuchs -- die Enttäuschung über diesen langweiligen Flick, die einfallslose Story, den stellenweise absolut hirnrissigen Dialog (der anscheinend per "Dialog-Generator" erschaffen wurde) und die Regie bzw. Performances der Darsteller. Ausnahme: John Turturro in seiner Rolle als Agent Simmons, der vermutlich nicht auf einen fähigen Regisseur angewiesen ist, um Leistung zu bringen. Besonders aufgeschmissen: Ramon Rodriguez (Das Gesetz der Ehre, demnächst: Die Entführung der U-Bahn Pelham 123) als Leo. Selbst die humoristischen Einlagen von Bumblebee kommen in dieser Folge leider viel zu kurz.

[Dass Megan Fox nur als Eye Candy engagiert wurde, der man so oft wie möglich in den eh schon tiefen Ausschnitt oder auch unter den Rock guckt, muss man wohl nicht extra erwähnen. Sie eignet sich hervorragend für die Promotion des Films und die Medien spielen derzeit wieder supi mit gerade so, als würden sie dafür bezahlt;). Es können gar nicht genug Fotostrecken und/oder Artikel über Megan Fox erscheinen.]

Transformers 2 ist ein Film mit Überlänge. Endlich ist dieses Wort einmal richtig passend, denn man könnte locker 40 - 60 Minuten 'rausschneiden und so das Leiden der Zuschauer etwas verkürzen. Ich hatte Mühe, mich während des nicht enden wollenden Mittelteils dieses Flicks überhaupt wach zu halten (trotz des koffeinhaltigen Getränks und der anscheinend bis zum Anschlag aufgedrehten Klimaanlage des Kinos). Ich kann kaum glauben, dass Transformers 2 nur verhältnismäßig wenig (~ 10 Minuten) länger ist als sein Vorgänger. Vielleicht waren wir beim ersten Teil einfach noch beeindruckt von den Transformers und Decepticons, die wir ja jetzt schon kannten?

Transformers 2 kommt nicht wie ein Film, sondern wie eine Aneinanderreihung von Szenen diverser Handlungsstränge daher, die zusammen kein rundes Ganzes ergeben. Die Drehbuchautoren Ehren Kruger (Die Gebrüder Grimm, Der verbotene Schlüssel), Robert Orci und Alex Kurtzman (beide: Star Trek, Transformers 1) inklusive Michael Bay, der auch nicht unbeteiligt gewesen sein soll, waren wohl besoffen vor Glück über das Honorar für dieses Projekt, anders kann ich mir diese Peinlichkeit nicht erklären.

Michael Bay sollte einen Co-Regisseur anheuern, der sich um die Menschen vor der Kamera kümmert. Alternativ: Nur tolle Schauspieler engagieren. Bay selbst kann zwar Roboter-Kämpfe und Explosionen gut aussehen lassen, aber sobald Menschen vor der Kamera stehen ist wirklich alles zu spät. So manches Low-Budget B-Movie mit unterbezahlten und weitgehend unerfahrenen Darstellern sieht glaubwürdiger aus als viele der Szenen aus Transformers 2 (spontan fällt mir dazu Restraint - Wenn die Angst zur Falle wird ein). Und das hat nix mit den Green-Screen Szenen zu tun. Den Menschen am Schneidepult ist auch die eine oder andere Kleinigkeit entgangen, worüber man bei einem Film mit Produktionskosten von rund $ 200 Millionen nur noch den Kopf schütteln kann.

Story:
Sam Witwicky (Shia LaBeouf, Indiana Jones IV, demnächst: New York, I Love You) bereitet sich auf's College vor. Er ist der erste Mensch aus seiner Familie, der diesen Weg gehen wird und seine Eltern sind mächtig stolz. Trotzdem hat Mutter Judy (Julie White, Nanny Dairies) die Krise, weil sie sich nicht von ihrem Sohn trennen will. Vater Ron (Kevin Dunn, Von Löwen und Lämmern) ist da ganz anders drauf, er will endlich mit seiner Angetrauten nach Paris reisen und das Leben genießen.

Sam hat an alles gedacht. Auch daran, wie er die künftige Fernbeziehung mit Mikaela (Megan Fox, New York für Anfänger, demnächst: Jennifer's Body) am Leben erhalten kann - per Video Chat. Das große Problem in dieser Beziehung? Obwohl die beiden schon ein Jahr zusammen sind, hat noch keiner "ich liebe dich" gesagt. Oh je, Riesenkonflikt, der innerhalb dieses Films unbedingt irgendwie zu schmalziger Musikbegleitung gelöst werden muss! Grundgütiger. Es gibt keine Worte um auszudrücken, wie oberlahm die ganze Sam/Mikaela "Storyline" in diesem Film abläuft.

Bevor Sam Richtung College fährt, schüttelt er noch sein altes Hoodie, ein Splitter des alten Allspark Würfels fällt heraus und aktiviert die Decepticons - und Sams Hirn. Im College teilt sich Sam ein Zimmer mit Leo (Ramon Rodriguez), der zusammen mit Fassbinder (Jonathon Trent) und einem anderen Studenten ein Blog über seine Verschwörungstheorien betreibt, auf dem er auch über die Transformers berichtet hat. Schon in der ersten Vorlesung bei Prof. Colan (winziges Cameo von Rainn Wilson, The Rocker, demnächst: Peep World) macht sich Sam mit seinem über-aktiven Superhirn bei Prof. Colan unbeliebt. Übrigens: Prof Colan sehen wir wieder während die End-Credits laufen, also sitzen bleiben;)

Doch das ist nicht wirklich wichtig. Wichtiger ist, dass Leo Sam zu einer Party mitschleppen muss, damit er von Alice (Isabel Lucas) angemacht werden kann und seinen Video-Chat verpasst. Während ich noch überlegte, was um alles in der Welt Alice an Sam finden könnte, kam auch schon die Erklärung - Alicebot....

Dann steht Mikaela vor der Tür und wir schalten in den fünften Action-Gang, in dem die Karre dann endlos hängenbleibt. Der Film bekommt gegen Ende nochmals kurz einen Aufschwung und wird interessant, bis wir dann zum schmalzigen Ende kommen.

Immer wieder, wenn man gerade einen Lacher brauchen kann, tauchen die Eltern Witwicky plötzlich auf. Sie dienen als "running gag", was eine Weile ganz gut funktioniert, irgendwann geht einem aber ihr ständiges plötzliches Auftauchen - wie die Pop-Ups in Kinderbüchern - auf den Nerv. Man sieht förmlich das magere Knochengerüst der Story durchscheinen, echt unterirdisch.

Wenigstens der Soundtrack ist interessant, mit Titeln von u. a. Nickelback, Green Day und Linkin Park.> Transformers: Revenge of the Fallen

Ein superweiter globaler Kinostart sollte innerhalb der ersten Woche die Kassen füllen und für die üblichen Rekord-Verkündigungen sorgen, die die Zweifler beeindrucken und auch in Woche 2 für Zulauf sorgen werden.

Schon jetzt sind die Gespräche über den Transformers 2 - Die Rache hundert Mal unterhaltsamer und witziger als der Film selbst. Nach dem Motto "wir haben's uns angetan, damit wir dich davor bewahren können" wollen wir auch keine weiteren Worte machen. I took one for the team, yeah. Wo is mein T-Shirt?

Transformers 2 - Die Rache -- deutscher Kinostart: 24.06.09 -- FSK: ab 12 Jahren -- Länge: 150 Minuten.
Drehbuch: Ehren Kruger, Alex Kurtzman, Robert Orci (+ Michael Bay)
Regie: Michael Bay

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29.05.2008

Indiana Jones und das Koenigreich des Kristallschaedels - Kritik und Kinotrailer

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels - Genre: Abenteuer -- deutscher Kinostart: 22.05.2008 -- FSK: 12

Millionen von Indiana-Jones-Fans, die sich vermutlich gerade nochmals die drei Vorgänger von Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels im Marathon angesehen haben, sind zwar nicht hellauf begeistert, aber doch eher mit diesem Film zufrieden, als der Rest der Zuschauer.

Kann Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels auf seinen eigenen zwei Beinen stehen? Kann der Film außer den eingefleischten Indy-Fans auch neue Zuschauer in seinen Bann ziehen? Diese Frage wollte ich klären, deshalb widerstand ich dem Marketing und sah mir keinen der alten Indiana-Jones-Filme an. Völlig unvorbelastet also...

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

Die Antwort auf obige Fragen ist ein kristallklares Nein. Die dünne Story um einen magnetischen Kristallschädel, um den Indiana Jones (Harrison Ford, demnächst: Crossing Over) und die mit übersinnlichen Kräften begabte Irina Spalko (Cate Blanchett, Babel, Hot Fuzz, I'm Not There. Demnächst: Der seltsame Fall des Benjamin Button) rangeln, ist völlig spannungsfrei und vorhersehbar, eine lustlose Pflichtübung. Zwar fiel Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels in zigtausend Kinos weltweit ein und setzte am Premieren-Wochenende Riesensummen um, doch darf stark bezweifelt werden, dass das über die nächsten Wochen so bleibt, der Erfolg letztlich an den von z. B. Iron Man herankommen wird. Es sind die eingefleischten Indy-Fans, die diesen Film pushen und sich auch die DVD für ihre Indy-Kollektion holen werden.

Drehbuchautor David Koepp, ehemaliger IT-Boy (z. B. Panic Room und die Adaption von Spider-Man (1) und Das geheime Fenster), schafft es noch nicht einmal, die größte Enthüllung powerful umzusetzen. (Gerüchten zufolge soll er sich zwar bei früheren Entwürfen anderer Autoren (Jeff Nathanson, Frank Darabont) reichlich bedient haben, aber das sind eben nur Gerüchte, ich habe die Entwürfe nicht gesehen.) Da Koepp keine Spannung erzeugen konnte wundert es einen auch nicht, selbst in Filmkritiken schon zu lesen, dass Mutt Williams (Shia LaBeouf) der Sohn von Indiana Jones und Marion Ravenwood (Karen Allen) ist. Im Film wird diese Enthüllung nebenbei, so als "ach, übrigens...." präsentiert. Auch wird das große Finale nicht vernünftig aufgebaut und hat deshalb null Impakt. Die Romanze zwischen Marion und Indy müssen die Zuschauer noch von den anderen Filmen im Kopf haben, quasi selbst mitbringen, und dann einen Bogen schlagen und dran glauben, dass 20 Jahre wie ein Tag sind.

Dass uns die Augen nicht zufielen lag an Cate Blanchett (keine Überraschung, ne?), Shia LaBeouf (und unserer Hoffnung, dass es zwischen Mutt und Indy spannend werden könnte) und an den teils lächerlichen, teils ham-wer-schon-gesehen Action-Szenen und CGI-Spektakel. Wolfgang Petersen (Poseidon) hätte sicherlich aus den Wasser-Szenen mehr herausgeholt als der ehemalige Star-Regisseur Steven Spielberg, der für Indiana Jones IV geschätze 125 - 185 Millionen Dollar verbraten haben soll. Keine Angst, die werden vermutlich dieses Wochenende dann wieder drin sein, wenn die weltweiten Umsätze 360 Millionen erreichen. (Iron Man öffnete in weniger Kinos und steuert derzeit auf die 500 Millionen Dollar Umsatz weltweit zu bei Produktionskosten von 140 Millionen Dollar)

Wir saßen da und schauten uns die Action-Szenen ziemlich emotionslos an, was uns noch Zeit gab, uns während der überlaaaaaannngen Verfolgungsjagd durch den Urwald zu fragen, wieso in bestimmten Einstellungen der Hinterkopf von Irina Spalko nicht so aussah, als wäre es tatsächlich Cate Blanchetts dunkler Bob. Oder ob Mutt Williams, der sich - eben während der Verfolgungsjagd - eine Zeit lang wie Tarzan mittels Lianen fortbewegte, tatsächlich die Autos einholen könnte. Oder, oder, oder. Lauter Fragen, die wir nie gestellt hätten, wären wir tatsächlich von der Story und den Figuren gefesselt gewesen.

Die Frage, ob Shia LaBeouf hier als neuer Indiana Jones eingeführt wird, steht lange Zeit im Raum. Doch die letzte Szene scheint diese Frage mit Nein zu beantworten - Indiana Jones nimmt Mutt Williams seinen Markenzeichen-Hut aus der Hand, setzt ihn sich selbst auf und läuft Richtung Sonnenschein..... Ein offensichtlicher Mangel an interessanten Geschichten für Indiana Jones verbietet das ohnehin.

Shia LaBeouf, anscheinend ein Spielberg-Protegé, (Transformers, Disturbia, demnächst im auch von Spielberg produzierten Eagle Eye und Transformers 2), kommt ganz gut als 50er-Jahre Rebell... oder als Tarzan :) Als LaBeouf auf dem Motorrad auftauchte, musste ich grinsen. Wo haben wir das schon gesehen, genau so? Ach ja, Brando war das in Der Wilde.

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels startet 1957 und um uns diese Zeit näher zu bringen, wird uns zuerst einmal Elvis Presley Musik auf die Ohren gehauen. Weiter geht's dann abwechselnd mit dem ohrenbetäubenden Indiana Jones Thema und den einfallslos ausgewählten abgenudeltsten aller abgenudelten "greatest Hits" der Zeit, bis dann irgendwann angenommen wird, dass es auch der letzte Popcornkauer begriffen hat und nur noch am Indy-Thema gerifft wird. Stellenweise ist der aufdringliche Score völlig unpassend arrangiert. Mir ging der Score und Soundtrack echt gehörig auf die Nerven. Im Laufe des Films flacht das zwar ab, aber da ist es auch schon zu spät. Von mir gäb's dafür einen Razzie.

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels - OT: Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull
Drehbuch: David Koepp (Zathura, Krieg der Welten, Das geheime Fenster. Demnächst: Ghost Town) basierend auf einer Story von George Lucas und Jeff Nathanson.
Regie: Steven Spielberg (München, Krieg der Welten. Demnächst: The Trial of the Chicago 7, Tintin)

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels Cast:
Indiana Jones - Harrison Ford
Mac - Ray Winstone (Ein Schatz zum Verlieben. Demnächst: Jason Connery Project (kein Titel)
Mutt Williams - Shia LaBeouf
Irina Spalko - Cate Blanchett
Prof. "Ox" Oxley - John Hurt (demnächst: Hellboy 2 - Die goldene Armee)
Charles Stanforth - Jim Broadbent (demnächst: Tintenherz, Harry Potter und der Halbblutprinz)
Marion Ravenwood - Karen Allen

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels - deutscher Trailer (1:44)


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